Wilder Müll - ein Ärgernis für alle
Obwohl jeder beteuert „so etwas würde ich nie tun" scheint diese Art der Abfallentsorgung immer mehr zum Volkssport zu werden. Viele Städte und Gemeinden beklagen seit langem die immer schlechter werdende Entsorgungsmoral mancher Bürger.
Müllhalden überall: Auch in Eschweiler findet man an Straßenrändern, auf Grünflächen und in Gebüschen nicht nur Dosen, leere Flaschen und Plastiktüten, sondern auch Kühlschränke, Sofas usw. Und die Vermehrung dieser wilden Müllkippen geht nach dem Schneeballprinzip rasant vonstatten. Wo heute nur ein kleiner Beutel liegt, da finden die Mitarbeiter der Wirtschaftsbetriebe Eschweiler bereits morgen vier oder fünf Säcke oder sogar ganze Wohnungseinrichtungen und das, obwohl in Eschweiler die Abholung des Sperrmülls kostenlos ist.
Zu oft kommen die Verursacher trotz rücksichtslosen Verhaltens ungeschoren davon. Dabei würde bereits ein Autokennzeichen reichen, um den einen oder anderen Umweltfrevler durch ein saftiges Bußgeld künftig von solchem Tun abzuhalten.
Neben der Verschandelung der Landschaft und des Stadtbildes haben solche wilden Müllkippen auch ökologische und ökonomische Folgen. Durch Chemikalien oder Öl werden Boden und Gewässer belastet und auch Pflanzen, Tiere und Menschen gefährdet.
Das Einsammeln und Entsorgen des wilden Mülls verursacht auch in der Stadt Eschweiler hohe Kosten, die zu Lasten der Allgemeinheit gehen, denn die Eschweiler Bürger bezahlen dies mit ihrer Abfallgebühr.
Um möglichst schnell die wilden Müllablagerungen beseitigen zu können und um auch zu vermeiden, dass eine kleine Müllkippe schnell zu einem großen Müllberg anwächst, ist die Stadt auch auf Meldungen von Bürgerinnen und Bürgern angewiesen.
Aus diesem Grund wurde bei der Abteilung für Umweltbelange und Friedhofswesen - Bereich Abfallwirtschaft - eine zentrale Rufnummer 71-300 eingerichtet, unter der wilde Müllablagerungen und evtl. auch deren Verursacher gemeldet werden können.