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EuRegionale 2008


Die Eschweiler Idee des “Landschaftspark Wasser und Bewegung“, die unter dem Namen ’indeland - Landschaft in Bewegung’ mit den Kooperationspartnern Stiftung Kathy Beys, Kreis Düren, Gemeinde Inden, Gemeinde Aldenhoven und der Stadt Jülich weiterentwickelt wurde, ist als EuRegionale 2008 Projekt im Juni 2005 gelabelt worden. Henk Vos, Geschäftsführer der EuRegionale 2008 Agentur GmbH, betonte, mit der Labelvergabe werde der Startschuss gegeben für die Umsetzung wichtiger Projekte der Eu-Regionale 2008. Dies sei ein bedeutender Meilenstein und ein Signal für die gesamte Region. Die Gesellschafterversammlung sieht im Projekt indeland das östliche Eingangstor in die Grünmetropole und eines der größten Projekte innerhalb des EuRegionale 2008-Themenbereichs „Industrielle Folgelandschaft“.

Anknüpfend an die Großtagebaue im rheinischen Braunkohlerevier biete das Projektvorhaben die einmalige Chance, innovativ auf den anstehenden Strukturwandel Einfluss zu nehmen und einen attraktiven Freizeitraum im Wandel der Landschaft zu gestalten. Damit solle die Lebensqualität als einer der entscheidenden weichen Standortfaktoren verbessert werden. Erster konkreter Schritt soll das Projekt Blausteinsee sein.

Urheber des Plansprozesses sind die Stadt Eschweiler, der Kreis Düren, die Städte und Gemeinden Aldenhoven, Inden, Jülich und Niederzier die gemeinsam mit der Aachener Stiftung Kathy Beys die Planungsbüros Agence Ter (Karlsruhe), BKR (Aachen), Arbeitsgemeinschaft: LANDSCHAFT!, 3+Freiraumplaner, RAUMPLAN (Aachen) sowie Maurer United Architects (Maastricht) mit der Erstellung des Masterplans sowie der Projekterstellung beauftragt haben.

Der Masterplan liegt mittlerweile vor. Die Eschweiler Projektbausteine im indeland bündeln am Ankerpunkt Blausteinsee verschiedene räumliche, strukturpolitische und zukunftsorientierte Entwicklungen, die für die Standortgunst der Stadt Eschweiler von besonderer Bedeutung sind. Dazu gehört das Element des „Landschaftsparks“, das zur Vernetzung von regionalen Strukturen dient, als auch zur Rückgewinnung und Quali#zierung von Landschaft. Das Element des “Wassers“ ist hier Schwerpunkt des Landschaftsparks. Mit dem Aufbau einer Freizeitnutzung erfährt der ehemals industriell ausgerichtete Tagebau eine Folgenutzung, die eine Identifikation der Bevölkerung mit dem zurück gewonnenen Raum zulässt und stärkt. Verbunden werden beide Elemente durch die “Bewegung“, die nicht nur der Slogan der Stadt (Eschweiler, immer in Bewegung) ist, sondern auch die soziale Klammer insbesondere zur Jugend, die über die Aneignung der ausgewiesenen Nutzungen eine neue und aktive Beziehung zur Landschaft (indeland- Landschaft in Bewegung) erfährt. Die Konzeption der Stadt Eschweiler setzt mit dem Ankerpunkt Blausteinsee eine Drehscheibe in den Raum die von der Ost-West-Verbindung (ENERGETICON / Haldenlandschaftspark Alsdorf und dem indeland) wie auch von der Nord-Süd-Verbindung (Sofienhöhe / Energie- und Naturband der Inde bis zur Eifel) durchzogen wird.

Dies wird zunehmend deutlich durch die beiden Entwicklungen der Grünmetropol-Route (Ressourcen der Zukunft), die ihren östlichen Anfang im Bereich des Blausteinsees hat, sowie der Gestaltung und Entwicklung der Regionale 2010 “EnergieErlebnisRheinland / Straße der Braunkohle“, die ihren westlichen Beginn ebenfalls im Bereich des Blausteinsees hat. An den Schnittstellen von Braunkohle und Steinkohle, der Roheisenherstellung, der energetischen Kraft des Wassers der Inde, des Braunkohlekraftwerks und der Windenergie stellt sich im euregionalen Gedanken eine Kultur- und Wirtschaftsregion dar, die am Blausteinsee als eine der zentralen Punkte im Raum einen entsprechenden Ankerpunkt ausgestalten kann.

Die Relikte des Braunkohlentagebaues sollen als Lebensraum für die Region erfahrbar gemacht und dabei das Element Wasser hervorgehoben werden. Hiermit sollen wegweisende städtebauliche Akzente entwickelt werden.
Der Blausteinsee wird als Drehscheibe der Stein- und Braunkohlenlandschaft sowie herkömmlicher und regenerativer Energieerzeugung de#niert.
Die einzelnen Eschweiler Beiträge wurden innerhalb der indeland- Projektbeteiligten (Kooperationspartner) in interkommunaler Zusammenarbeit abgestimmt. Darüber hinaus berücksichtigen sie die von der EuRegionale Agentur vorgegebene Qualitätszielvereinbarung und sind als zu entwickelnde Bausteine der EuRegionale 2008 aufgestellt. Im Rahmen der Umsetzung der geplanten Projekte im indeland wurde vom Land NRW eine interkommunale Zusammenarbeit als Grundvoraussetzung für eine Förderung vorgegeben.

Entsprechend erfolgte im Rat der Stadt Eschweiler am 14.12.2005 bzw. am 18.01.2006 die Zustimmung zur Beteiligung an der Gesellschaft „Entwicklungsgesellschaft Indeland mbH“. Die Gesellschaft setzt sich zum Ziel die Entwicklung des Raums zu begleiten und den Prozess der Steuerung im Sinne der Kommunen zu ermöglichen.
 
Im Ankerpunkt Blausteinsee sind viele Entwicklungen (EuRegionale 2008 Projekte) denkbar:
  • Hier kann die Kulturgeschichte der Faszination Braunkohle und Technik dokumentiert werden.
  • Hier kann die Verknüpfung mit anderen industriehistorischen Routen oder Tourismusrouten (Metropol-/Grünroute) erfolgen.
  • Hier können alte wie neue Technikleistungen (Kraftwerk, Windpark), sowie Rekultivierungsmaßnahmen (die inverse Halde Blausteinsee) als auch zeitabhängige Stadtbaugeschichte gezeigt werden.
  • Hier kann mit dem Ankerpunkt ein Besucher-, Dokumentations- und Informationszentrum ausgebildet werden.
  • Hier können bauliche, technische und landschaftliche Zeugnisse und zukünftige Entwicklungen dargestellt werden.
  • Hier können für den wasserbezogenen Freizeitsport ein reichhaltiges Angebot geschaffen werden, das auf die Nutzbarmachung der Tagebaufolgelandschaft hinweist.
  • Hier können vielfältige Darbietungen und Events auf einer Seebühne präsentiert werden.
  • Hier kann der Bau eines Seezentrums als Ankerpunkt die Entwicklung einer Freizeitkultur um das Thema Wasser mit Spiellandschaften, Wasserschule, wassergebundenem Freizeitsport und einer Seebühne begründen und die Nutzbarmachung der Tagebaufolgelandschaft dokumentieren.
  • Hier ist auf der Landschaftsmagistralen Ost-West die Verbindung von Sport (Reiten, Golf), Rehabilitation (euregionales Brustzentrum des St.Antonius-Hospitals), Wellness (Saunalandschaften), Fitness (Parcours) und Business und Beauty (Hotelerie) möglich.
  • Hier wird eine neue Identi#kation und Aneignung der Jugend mit dem zunächst verloren gegangenen und nunmehr über die Freizeitnutzung (Spiellandschaften) wieder gewonnenen Raum geschaffen.

Wollen Sie mehr über das indeland erfahren? www.indeland.de

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Rathaus, Johannes-Rau-Platz 1, 52249 Eschweiler
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Reiner Fey
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Telefax  02403/60999-076

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