Burg Weisweiler

Die Reste der ehemaligen Wasserburg in Eschweiler-Weisweiler befinden sich in unmittelbarer Nachbarschaft der katholischen Pfarrkirche St. Severin. Von der umfangreichen, im Kern gotischen Burganlage, die im 15./16. Jahrhundert über annähernd quadratischem Grundriss erbaut wurde, sind lediglich Ruinen erhalten.

Die noch erhaltenen Teile der Burganlage stammen aus der Zeit um 1509. So sind lediglich die zum Teil mit Efeu überwucherten Außenmauern aus Bruchsteinen erhalten, in denen sich in der Mitte der Ostfront ein rundbogiges Tor in Quadereinfassung mit zwei abgeböschten Strebepfeilern aus dem 16. Jahrhundert befindet. Außerdem erhalten sind die unteren Geschosse von vier Türmen, die Maueransätze früherer Burggebäude an den Innenseiten der Außenmauern und eine Scheune aus dem 18. Jahrhundert, die an der südlichen Außenmauer der Burg stand. Dieses Bruchsteingebäude wurde, nachdem Hans und Hannelis Leyer das Gelände der evangelischen Gemeinde 1952 geschenkt hatten, zur evangelischen Kirche umgebaut.

Burg Weisweiler

Die Mauern der Burgruine sind vielfach, zuletzt gegen Ende des 19. Jahrhunderts, mit Backsteinen ausgebessert und abgedeckt worden.

Der erste und bekannteste Burgherr von Weisweiler ist ein Winrich von Wizwilre, der 1176 in einer Urkunde des Kölner Erzbischofes als Zeuge auftritt. 1436 verkaufte Reinhard von Weisweiler Burg und Herrschaft zum ersten Mal an die Familie Palant (Werner von Palant, dem Herrn von Haus Palant). Durch Erbteilung und Heirat wurden die Besitztümer Burg Weisweiler und Haus Palant wieder geteilt. Erst 1682 wurden sie durch den nochmaligen Erwerb des Hauses Palant durch den Burgherrn der Burg Weisweiler, Alexander von Hatzfeld, wieder vereinigt (Siehe auch Ausführungen zu Haus Palant).

Die Bedeutung der Weisweiler Burg trat jedoch mehr und mehr hinter der moderneren Anlage von Haus Palant zurück. Ende des 17. Jahrhunderts diente die Burganlage vermutlich sogar als Steinbruch.