Drimbornshof

Das ehemalige Rittergut Drimbornshof besteht aus einem einfachen, viereckigen Wirtschaftshof mit dem Wohngebäude (Herrenhaus) als Mittelflügel und den früheren Wirtschaftsgebäuden als Seitenflügeln. An der Rückseite des Wohngebäudes erhebt sich ein viereckiger, wuchtiger Turm. Die offene Seite des Hofes liegt zur Straße hin und ist durch eine Mauer mit Torbogen abgeschlossen. Das ganze Gebäude ist aus Backsteinen errichtet. Das Herrenhaus trägt die Jahreszahl 1719.

Hoftor und Herrenhaus des DrimbornshofDer Hof ist wohl die älteste Ansiedlung im Gebiet des Eschweiler Stadtteils Dürwiß. Man vermutet eine früheste Ansiedlung bereits in fränkischer Zeit. Seinen Namen trägt der Hof nach den Herren von Drimborn bei Aachen, die im 16. Jahrhundert in den Besitz eines Gutes in Dürwiß kamen. 1588 wird Wilhelm von Drimborn mit dem Hof in den Jülicher Ritterzettel aufgenommen. Danach wechselte der Besitz zwischen verschiedenen Familien. 1950 wurde der Hof an die Braunkohle-Industrie AG verkauft, da die landwirtschaftliche Nutzung durch Kriegsbeschädigungen am Hof einerseits und Braunkohleabbau auf den zum Gut gehörenden Ackerflächen andererseits stark eingeschränkt war und schließlich eingestellt werden mußte.

1962 gelang mit dem Aufkauf durch die Gemeinde Dürwiß die Erhaltung der Anlage. Der linke Trakt, der als Stallungen und Scheune diente, wurde bis auf die Grundmauern abgerissen und nach Plänen der Architekten Kamke und Schopp als Verwaltungsgebäude neu errichtet. Herrenhaus und rechter Flügel blieben - wenn auch größtenteils nur in der äußeren Form - erhalten, um den frühreren Charakter der Hofanlage zu bewahren. Seit 1963 wurde das Gut nach Abschluß der Umbauarbeiten als Rathaus der Gemeinde Dürwiß genutzt.

Anfang der 90er Jahre wurden umfangreiche Umbauarbeiten vorgenommen, u. a. wurde im Verwaltungstrakt im Westflügel das Obergeschoß und Dach ausgebaut, wo ab 1991 der Sender „Antenne AC" untergebracht war. Seit 1991 wird der Gesamtkomplex als medizinisches Zentrum (Ärztehaus und Apotheke) genutzt. Im Herrenhaus befindet sich im wohl ältesten erhaltenen Teil, dem Kellergewölbe, das Handwerks- und Heimatmuseum. Hier sind Sammlungen von alten Handwerksgeräten, landwirtschaftlichen Geräten und Karnevalsorden untergebracht.