Schutz und Vorsorge beim Mobilfunk

Mögliche Gesundheitsgefährdungen, die vom Mobilfunk ausgehen, werden in der Öffentlichkeit zum Teil kontrovers diskutiert. Hinweise auf mögliche Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit, insbesondere durch Studien und Forschungsergebnisse, werden laufend durch die Strahlenschutzkommission beim Bundesamt für Strahlenschutz gesichtet und bewertet. Bisher reichen die Hinweise nicht, um eine begründete Empfehlung zur Absenkung der Grenzwerte an die Bundesregierung zu geben.

Bis die biologischen Effekte durch nicht-thermische Wirkungen besser geklärt sind, empfiehlt die Strahlenschutzkommission (SSK), „Vorsorgemaßnahmen zu ergreifen, um Expositionen durch elektrische, magnetische und elektromagnetische Felder im Rahmen der technischen und wirtschaftlich sinnvollen Möglichkeiten zu minimieren. Dies gilt insbesondere für Bereiche, in denen sich Personen regelmäßig über längere Zeit aufhalten. Die Maßnahmen sollen sich am Stand der Technologie orientieren.“

Die elektromagnetischen Felder durch Anlagen und Geräte im persönlichen Bereich (z.B. Haushaltsgeräte, Handy, WLAN) können lokal viel stärker sein als Anlagen in der Nachbarschaft wie beispielsweise Mobilfunksendeanlagen. Jeder Einzelne kann durch sein Verhalten beim Kauf und bei der Nutzung von Anlagen und Geräten zur Vorsorge beitragen.

Die persönliche Strahlenbelastung lässt sich häufig einfach und wirkungsvoll verringern:

  • Abstand halten
    Die Intensität von Strahlungen nimmt mit dem Abstand zur Quelle (elektrische Geräte, Anlagen) ab,
  • Einwirkung kurz halten
    z.B. Handy-Telefonate möglichst kurz halten, bei längeren Telefonaten Head-Set benutzen,
  • Unnötige Quellen abschalten
    Geräte, die nicht benötigt werden, sollte man ganz abschalten, z.B. Geräte im Stand-by-Betrieb. Im Schlafzimmer, wo man sich länger als irgendwo anders aufhält, sollte man auf feldarme Umgebung achten,
  • Beim Kauf fragen
    Die gezielte Nachfrage nach strahlungsarmen Produkten mit Kennzeichnung bestärkt bei Herstellern und Händlern entsprechende Bemühungen, die Geräte zu verbessern. Zu den Labels für geprüfte Geräte gehören VDE- und CE-Siegel bei Elektrogeräten und MPR- oder TCO-Siegel bei Monitoren. Beim Kauf eines Handys sollte man auf einen niedrigen SAR-Wert achten. Auskünfte hierzu auch im Internet, im Fachhandel und in der jeweiligen Betriebsanleitung.