Karneval

Der Karneval in Eschweiler stellt alljährlich ein Volksfest dar, das ohne Übertreibung als das Fest des Jahres schlechthin bezeichnet werden kann. Es zieht Menschen aller sozialen und gesellschaftlichen Klassen in seinen Bann und hat in der Eschweiler Bevölkerung eine überaus breite Basis. Bei den vielen Saalveranstaltungen, beim spontanen Straßenkarneval und schließlich beim Rosenmontagszug sind tausende Menschen dabei.

 Volkskundler und Brauchtumsforscher verfolgen die Spuren des Karnevals auch in Eschweiler bis in vorchristliche Zeiten. Erste Nachweise von vereinsgebundem Karneval finden sich bereits im Jahr 1850, als der Eschweiler-Fratzenschneider-Verein einen Umzug durchführte und zu einem "Großen Maskenball" einlud. In den 50er und 60er Jahren des 19. Jahrhunderts herrschte, wie aus vielen Zeitungsinseraten zu erkennen ist, in Eschweiler ein reges Fastnachtstreiben. Die Rosenmontagszüge fanden in der Eschweiler Bevölkerung wie auch im Umland große Beachtung.

Geht man einmal davon aus, dass in unserer engeren Heimat bis zum Ende des 18. Jahrunderts die bäuerliche Fastnacht vorherrschend war, dann vollzog sich in Eschweiler durch Vereine wie den Fratzenschneidern oder dem Eschweiler-Carnevals-Verein in der Mitte des 19. Jahrhunderts die Umwandlung in den aufkeimenden städtisch-bügerlichen Karneval, wobei sich damals das kleine Eschweiler sehr stark an Köln orientierte.