Grundschulen

Die Stadt Eschweiler hat 10 Grundschulen an 11 Standorten, davon eine Gemeinschaftsgrundschule, eine evangelische Grundschule und acht katholische Grundschulen:

Gemäß § 84 Abs. 1 des neuen Schulgesetzes werden die Schulbezirke für öffentliche Grundschulen beginnend mit dem Schuljahr 2008/09 abgeschafft. Jedes Kind hat den gesetzlichen Anspruch auf Besuch der wohnortnächsten Grundschule in der Gemeinde im Rahmen der vom Schulträger festgesetzten Aufnahmekapazität. Es wird den Eltern künftig jedoch freistehen, ihr Kind an einer anderen als der wohnortnächsten Grundschule anzumelden. Die Schulwahl kann damit den vielfältigen individuellen Bedürfnissen von Eltern und Kindern, die sich insbesondere aus der Notwendigkeit, Familie und Beruf zu vereinbaren, ergeben, Rechnung tragen. Weiterhin soll durch die Auflösung der Schulbezirke die Profilbildung und die Qualitätsentwicklung in den Schulen unterstützt werden.

Die Schüler legen den Schulweg in der Regel zu Fuß zurück. Darüber hinaus nutzen die Schüler je nach Wohnort teilweise den ÖPNV. Hierfür werden Schülerbeförderungskosten durch den Schulträger auf der Grundlage der Schülerfahrtkostenverordnung übernommen.

Seit dem Schuljahr 2005/06 sind die Schulkindergärten an den Eschweiler Grundschulen aufgelöst. Stattdessen werden die Klassen 1 und 2 an den Grundschulen als Schuleingangsphase geführt. Hier können die Schülerinnen und Schüler jahrgangsübergreifend in Gruppen unterrichtet werden. Regelmäßig durchlaufen die Schülerinnen und Schüler die Schuleingangsphase in zwei Schuljahren. In Ausnahmefällen kann sie auch in einem oder auch drei Schuljahren durchlaufen werden.

Betreuung von Schülerinnen und Schülern in Grundschule vor und nach dem Unterricht

Bereits seit 1995 wird an vereinzelten Grundschulen in Eschweiler eine geregelte Vormittagsbetreuung für Schüler angeboten. Seit dem Schuljahr 2001/02 wird an allen städtischen Grundschulen eine geregelte Vormittagsbetreuung angeboten.

Diese geregelte Vormittagsbetreuung wird in den offenen Ganztagsschulen der Stadt Eschweiler, mit Ausnahme an der KGS Bohl, vom gleichen Träger geführt, wie die Betreuung im Rahmen des offenen Ganztagsbetriebs.

Von den derzeit im Stadtgebiet Eschweiler vorhandenen zehn Grundschulen werden alle als offene Ganztagsschule geführt. Während der Schulzeiten erfolgt montags bis freitags eine Betreuung von 7.30 bis längstens 16.00 Uhr, jedoch nur außerhalb der Unterrichtszeiten. Die Abholung kann auf Wunsch der Erziehungsberechtigten auch täglich um 15.00 Uhr erfolgen. Außerhalb dieser beiden festen Abholzeiten sind keine weiteren Abholzeiten möglich, um den Ganztagsbetrieb nicht zu stören. Es besteht allerdings die Verpflichtung der Teilnahme zu den nachmittags im Rahmen des offenen Ganztags angemeldeten Projekten/AG´s oder Kursen. Der Elternbeitrag bleibt von der Wahl der Abholzeiten unberührt.

Achtung: Am 01.08.2016 ist eine neue Benutzungs- und Gebührensatzung für die Einrichtung zum offenen Ganztagsbetrieb an Grund- und Förderschulen in der Stadt Eschweiler in Kraft getreten. 

Während der Ferienzeiten erfolgt eine auf Freizeitgestaltung ausgerichtete Betreuung in den Zeiten von mindestens 9.00 Uhr bis 15.00 Uhr täglich.

Nähere Regelungen zu den Angebotszeiten, sowie zum Vertragsverhältnis sind in der v.g. Satzung formuliert und können auf der Internetseite der jeweiligen Schule eingesehen werden.

Frühe Förderung begabter und hochbegabter Kinder:

Das Aachener Modell wurde im Jahr 2003 an sechs Modellgrundschulen, darunter die KGS Don-Bosco-Schule, in Stadt und Kreis Aachen eingeführt und dient der frühen Förderung begabter und hochbegabter Kinder. Das Projekt war insgesamt so erfolgreich, dass mittlerweile an 28 Grundschulen in der StädteRegion Aachen besonders begabte Kinder gezielt gefördert werden.

An folgenden Eschweiler Grundschulen wird derzeit das „Aachener Modell" praktiziert:

  • KGS Don-Bosco-Schule
  • KGS Eduard-Mörike-Schule
  • KGS Bergrath
  • KGS Dürwiß
  • KGS Kinzweiler

Vorschulische Sprachförderkurse:

Eine altersgemäße Sprachentwicklung und die Beherrschung der deutschen Sprache sind Voraussetzungen für ein erfolgreiches Lernen. Ab dem Jahr 2007 finden gezielte Sprachförderungen früher als bisher statt: Bei allen Kindern wird bereits zwei Jahre vor der Einschulung festgestellt, ob ihr Sprachvermögen altersgemäß entwickelt ist und ob sie die deutsche Sprache hinreichend beherrschen. In Verantwortung des Schulamtes für den Kreis Aachen und unter Beteiligung der Grundschulen sowie der Kindertageseinrichtungen werden die Kinder in einem mehrstufigen Verfahren in den Kindertagesstätten getestet und im Bedarfsfall verpflichtet, an einem vorschulischen Sprachförderkurs teilzunehmen. Mit der früher beginnenden, gezielten vorschulischen Sprachförderung ist die Erwartung verbunden, eine stabile Grundlage für das schulische Fortkommen aller Kinder zu legen und den Einfluss der sozialen Herkunft auf den Bildungserfolg zu verringern.