Appell von Bürgermeister Rudi Bertram zur aktuellen Lage


Liebe Bürgerinnen und Bürger,

das sogenannte Coronavirus bestimmt seit anderthalb Wochen die Geschehnisse in Deutschland und auch in Eschweiler. Fast stündlich ändern sich die Empfehlungen von Bund und Land und neue Erlasse werden veröffentlicht, die das Leben in unserer Stadt betreffen und viele Menschen einschränken. Man merkt auch in der Stadt, dass ein Teil der Menschen verunsichert ist, ein anderer Teil der Bevölkerung womöglich jedoch noch nicht den Ernst der Lage erkannt hat. Täglich kommt der Stab außergewöhnliche Ereignisse der Stadt Eschweiler zusammen - auch am Wochenende - , der nach Rücksprache mit und auf Weisung der StädteRegion Aachen handelt. Unzählige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung, der Hauptamtlichen Feuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr, der Hilfsorganisationen und dem THW, des Bauhofs und natürlich des St.-Antonius Hospitals sind rund um die Uhr im Einsatz, auch bis an die psychische und physische Leistungsgrenze. Dafür einen herzlichen Dank! An dieser Stelle möchte ich mich jedoch auch bei denjenigen Eschweilerinnen und Eschweilern bedanken, die sich in dieser Situation für ihre Mitmenschen im privaten Bereich einsetzen. Menschen, die anderen Menschen helfen, sei es im Rahmen der Nachbarschaftshilfe, bei Betreuungsproblemen, bei Einkäufen oder wenn Sie einfach nur für ein Gespräch zur Verfügung stehen.

Wir befinden uns in einer Situation, die für uns alle neu ist. Seit Wochenbeginn überschlagen sich die Meldungen zum Coronavirus und den zur Vermeidung der weiteren Ausbreitung ergriffenen Maßnahmen. Es gibt mittlerweile die ersten bestätigten Fälle in Eschweiler. Dennoch wird die Krise offenbar noch immer unterschätzt. Die wirksamste Maßnahme, um Infektionen zu verringern ist es, die Distanz zwischen den Menschen zu erhöhen. Das ist bislang leider noch nicht in dem Maße gelungen, wie es notwendig wäre. Deshalb noch einmal mein Appell: Schränken Sie die Teilnahme am öffentlichen Leben ein! Vermeiden Sie soziale Kontakte soweit das irgendwie möglich ist. Handeln Sie verantwortungsvoll und schützen Sie diejenigen, die besonders gefährdet sind: Lebensältere und vorerkrankte Mitbürgerinnen und Mitbürger. Ich bin davon überzeugt: Die Eschweilerinnen und Eschweiler halten zusammen, wie sie es schon immer bewiesen haben! Das werden wir in dieser Situation erneut beweisen. Jede und jeder kann einen Beitrag dazu leisten, die medizinische Versorgung wie sie jetzt ist auch bei einem Anstieg der Erkrankungen so gut wie möglich zu erhalten. Unser Verhalten muss dazu führen, dass Einschnitte in unser tägliches Leben akzeptiert und die Infektionsketten unterbrochen werden.