Die Luft in Eschweiler wird sauberer!


 

Das Landesamt für Natur, Umwelt- und Verbraucherschutz NRW (LANUV) hat vor einigen Tagen die vorläufigen Monatsmittelwerte für Stickstoffdioxid (NO2) für die zurückliegenden Monate Januar bis September 2019 veröffentlicht. Hiernach liegt der Durchschnitt der Stickstoffdioxidkonzentration an der Messstelle Indestraße (Nähe Bushof) bis einschließlich drittes Quartal 2019 bei 37 µg/m³. Der Grenzwert für Stickstoffdioxid wird eingehalten, wenn im Jahresmittel ein Wert von 40 µg/m³ nicht überschritten wird.

 

Sollten sich die noch ausstehenden Monatsmittelwerte von Oktober bis Dezember 2019 nicht signifikant verschlechtern, so wird in der Stadt Eschweiler im Jahr 2019 der Grenzwert für Stickstoffdioxid sicher eingehalten werden können. Selbst wenn in den noch ausstehenden drei Messungen von Oktober bis Dezember dreimal der Wert von 50 µg/m³ gemessen würde, so hätte dies immer noch keine Grenzwertüberschreitung zur Folge. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass letztmalig und auch nur einmal im Jahr 2016 (als es noch keine Umweltzone in Eschweiler gab) der Monatsmittelwert von 50 µg/m³ überschritten wurde, ist die Stadt sehr guter Hoffnung, dass in 2019 der Grenzwert wieder eingehalten werden kann.

 

Seit Beginn der Stickoxidmessungen im Jahr 2010 (49 µg/m³) hat sich die Luftqualität in Eschweiler seitdem kontinuierlich verbessert (2011: 47 µg/m³, 2012: 46 µg/m³, 2013: 45 µg/m³, 2014: 44 µg/m³, 2015 und 2016: 43 µg/m³),  wobei im Jahr 2017 (erstes Jahr mit Umweltzone) erstmalig der Grenzwert (40 µg/m³) eingehalten werden konnte. Umso überraschender war es für alle Beteiligten (bis hin zum Landesumweltamt), als dann im Jahr 2018 die Stickoxidbelastung wieder angestiegen ist.

Gegenüber diesem „Ausreißer-Jahr 2018“ mit einem Jahresmittelwert von 42 µg/m³ würden die bislang vorliegenden Messungen aus 2019 einen deutlichen und sehr erfreulichen Rückgang um 5 Mikrogramm bedeuten.

Die jüngste Entwicklung stimmt die Stadt Eschweiler zuversichtlich, dass die bisher eingeschlagenen und vielfältigen Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität langsam Wirkung zeigen. Auch die Maßnahmen der ASEAG mit der schnellen Busflottenmodernisierung haben sicherlich zu der erfreulichen Entwicklung beigetragen.