Eschweiler erhält Zuwendung für den Anstoß des Zentrenmanagements


Stärkung unserer Innenstadt – Stadt Eschweiler erhält Zuwendung in Höhe von 99.000,- Euro für einen Anstoß eines Zentrenmanagements

Die allgemeinen Entwicklungen im Einzelhandel, wie insbesondere die kontinuierliche Zunahme des Onlinehandels, beschleunigt durch die Corona-Pandemie seit Anfang 2020, stellen die Innenstädte vor große Herausforderungen. Weiterhin ist Eschweiler im Rheinischen Revier unmittelbar vom Strukturwandel und der damit verbundenen Schließung des Kraftwerkes Weisweiler betroffen. Mögliche negative wirtschaftliche und soziale Konsequenzen können eine zusätzliche Belastung für die von Dienstleistung, Gastronomie und Einzelhandel geprägte Innenstadt bedeuten.

Die Hochwasserkatastrophe vom 14./15. Juli 2021 brachte darüber hinaus das Leben in der Innenstadt weitestgehend zum Erliegen. Nahezu alle Ladenlokale sind überflutet worden, die Einzelhändler*innen verloren damit ihre Existenzgrundlage. Bereits vor dem Hochwasserereignis konnten Ladenlokalleerstände verzeichnet werden.

Um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken hat die Stadt Eschweiler im Rahmen des Förderprogramms „Sofortprogramm zur Stärkung der Innenstädte und Zentren in NRW“ eine Förderzusage für das Modul „Anstoß eines Zentrenmanagements“ vom Land NRW mit einer Höhe von 99.000,- Euro erhalten. Mit dieser Unterstützung soll der Konzentrationsbereich Innenstadt mit den Schwerpunkten Immobilien, Einzelhandel und Gastronomie analysiert und hieraus Chancen und Nutzen sowie Defizite und Risiken aufgezeigt werden. Entsprechende Beteiligungen sowie Workshops mit unterschiedlichen Akteuren sollen den Prozess unterstützen. Durch die Schaffung von zusätzlichen Service- und Beratungsangeboten für Handel und Immobilienbesitzer wird ableitend eine Maßnahmenplanung für eine Innenstadt von Morgen entwickelt, in der der Aufenthaltsqualität eine zentrale Rolle zukommt und in der eine heterogene Nutzung aus Handel, Dienstleistung, Kultur, Gastronomie, Büro- und Wohnraum entstehen soll.

Das Zentrenmanagement wird dabei federführend vom Planungs- und Beratungsbüro Drees & Sommer SE aus Aachen übernommen. Bis Sommer 2022 soll unter intensiver Beteiligung von Eigentümerinnen und Eigentümern, Politik, Citymanagement, Gastronomie und Einzelhändlern ein Konzept für die Innenstadt 2030 entwickelt werden.

„Wir müssen jetzt nach vorne schauen und die Weichen für eine Innenstadt von Morgen stellen. Die Fördermittel des Landes ermöglichen es uns, schnell auf die Entwicklungen zu reagieren und ein zukunftsorientiertes Innenstadtkonzept zu erstellen. Ich freue mich, dass nach der Hochwasserkatastrophe einige Einzelhändler*innen wieder ihre Türen für die Bürgerinnen und Bürger geöffnet haben. Bei weiteren Ladenlokalbesitzern weiß ich, dass sie auch zurückkommen werden! Die Eschweiler Innenstadt lebt – gemeinsam werden wir alles für eine Innenstadt 2030 möglich machen“, appelliert Bürgermeisterin Nadine Leonhardt