Grußwort der Bürgermeisterin zu Weihnachten und zum Jahreswechsel


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!

Das Jahr 2020 neigt sich dem Ende zu. Ein herausforderndes Jahr für die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt. Auch in Eschweiler bestimmt seit Februar die Corona-Pandemie Leben und Handeln.

Insbesondere denke ich an die vielen Menschen und die Familien, die seit vielen Monaten mit Kurzarbeit und einem drohenden Arbeitsplatzverlust leben und die in der schwierigen Lage sind, eine Kinderbetreuung für ihren Nachwuchs zu organisieren. An die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in den sogenannten „systemrelevanten“ Berufen arbeiten und die Allgemeinheit versorgen: in Krankenhäusern, Pflegeheimen, im Pflegedienst und in den Kitas und auch insbesondere im Handel und in der Gastronomie. Diesen Menschen zolle ich meinen größten Respekt.
Zu Beginn der Pandemie forderte man für diese Bürgerinnen und Bürger eine gerechtere, sozialversicherungspflichtige Vergütung und direkte Hilfen. Die klatschenden Ovationen waren im wahrsten Sinne des Wortes sehr groß.
Diese lauten Stimmen dürfen jetzt nicht ab ebnen: Bund und Land müssen jetzt alles daransetzen, diesen Menschen zu helfen. Die bereitgestellten kurzfristigen finanziellen Hilfen in Millionenhöhe sind hier ein erster Anfang.

Das zurückliegende Jahr war jedoch auch ein erfolgreiches für die Stadt Eschweiler. Wir konnten weiterhin in den Ausbau und Neubau von Kindertagesstätten und in die Kindertagesbetreuung insgesamt investieren. Seit diesem Jahr sind somit die Betreuungsjahre ab dem dritten Lebensjahr bis zur Einschulung beitragsfrei. Wir konnten die Digitalisierung der Schulen vorantreiben und Schulgebäude weiter modernisieren.
Eschweiler wächst und ist gefragter Wohnstandort in der Region. So entstehen ab dem kommenden Jahr u. a. neue Baugebiete am Patternhof, Westlich Vöckelsberg, in Hücheln und auch auf dem Gelände des alten Sportplatzes in Nothberg.
Der Strukturwandel ist auch in unserer Stadt im vollen Gange. Im zurückliegenden Jahr konnten wir zahlreiche Fördermöglichkeiten auf Landes- und Bundesebene ausschöpfen und uns mit den Planungen neuer, auch ressourcenschonender Industrie- und Gewerbegebiete sowie mit dem Projekt „Change Factory – Innovationszentrum auf dem Drieschplatz“ in Stellung bringen.

Im kommenden Jahr haben wir viel vor: Dabei stehen der Ausbau der Mobilität in unserer Stadt, die Digitalisierung der Schulen sowie das „Digitale Rathaus“ und die Schaffung von weiterem bezahlbarem Wohnraum oben auf der Agenda.

Liebe Eschweilerinnen und Eschweiler!

Diese Investitionen sind ein positives Zeichen in dieser schwierigen Zeit. Aber ohne das ehrenamtliche Engagement von vielen Bürgerinnen und Bürgern in unserer Stadt geht es nicht. Sei es in den vielen sport-, musik- und kulturtreibenden Vereinen, in den Karnevalsgesellschaften, den Hilfsorganisationen, Verbänden und Institutionen und der Freiwilligen Feuerwehr. Die Menschen haben trotz der schwierigen Situation an ihrem ehrenamtlichen Engagement festgehalten und in den vergangenen Monaten alles darangesetzt, weiterzumachen, zu üben, zu trainieren, zu organisieren und zu helfen.
Insbesondere danke ich herzlich den Mitbürgerinnen und Mitbürgern, die für alleinstehende Menschen da sind, oft als Einkaufshilfe, Unterstützerin und Unterstützer und Mitmensch, der zuhört und da ist.
Das ehrenamtliche Engagement dieser Eschweilerinnen und Eschweiler trägt zu einem sozialen und solidarischen Zusammenhalt in unserer Stadtgesellschaft bei. Dafür danke ich allen Engagierten zutiefst! Bitte lassen Sie nicht nach!


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!

Mit Zuversicht und Selbstbewusstsein sollten wir gemeinsam die im Jahr 2021 vor uns liegenden Herausforderungen und Aufgaben angehen.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein gesegnetes, friedvolles und besinnliches Weihnachtsfest. Erfolg und persönliches Wohlergehen und vor allem Gesundheit mögen Ihre Begleiter im neuen Jahr 2021 sein.

Ihre
Nadine Leonhardt
Bürgermeisterin

Eschweiler, im Dezember 2020