Haus der Geschichte: Eschweilers Stadtmuseum nimmt Formen an


Schon seit vielen Jahren ist die Stadt Eschweiler bestrebt, ein Stadtmuseum einzurichten. Mit dem „Haus der Geschichte“ wird dieses Bestreben nun umgesetzt.

Der stadtbildprägende und seit längerem leerstehende Kirschenhof, gelegen an einer der ältesten Straßen Eschweilers (Dürener Straße), mit architektonisch wertvoller Bausubstanz und der wertvollen, gut erhaltenen und repräsentativen Inneneinrichtung, lädt geradezu ein, die Ideen eines Stadtmuseums in Form des Haus der Geschichte umzusetzen.

Gemeinsam mit einer Eschweiler Investorenfamilie, die den neueren Teil des Gebäudekomplexes gekauft haben, wurde der Kirschenhof schließlich 2018 von der Stadt Eschweiler erworben. Galt es doch auch die gefährdete Bausubstanz durch eine zügige Umnutzung des Gebäudekomplexes zu erhalten.

2019 begann - unter Beachtung der denkmalschutzrechtlichen Vorgaben - der aufwändige Umbau des städtischen Gebäudeteils  zum Haus der Geschichte sowie für weitere Nutzungen. Parallel hierzu wurden mit dem Eschweiler Geschichtsverein e. V. (EGV), der den Erwerb mitinitiiert hatte, Details zu der heute zu unterzeichnenden Nutzungsvereinbarung in vielen Gesprächen besprochen und verhandelt.

Um die Museumsidee mit wissenschaftlichen Erkenntnissen zu unterlegen, entwickelte ein in Aachen ansässiges Büro für technikhistorische Forschung und Beratung anhand der gegebenen Rahmenbedingungen und auf Kosten des EGV ein Grobkonzept für das Museum, welches in Kürze noch durch Feinkonzept ergänzt wird. Nach Abschluss der Umbauarbeiten, voraussichtlich Mitte 2021, wird im Erdgeschoss des Kirschenhofes dann endlich das Stadtmuseum, als Haus der Geschichte, eingerichtet und durch den EGV betrieben.

Auf  ca. 155 m², verteilt auf drei Räume, plus Flur und Tresorraum, erfolgt eine schwerpunktmäßige Präsentation der Eschweiler Geschichte.

Die einzelnen Themen werden überwiegend der Eschweiler Bevölkerung über audiovisuelle und moderne Medien (historischer Fotobestand, Karten, Filme, Zeitungsausschnitte, Medien- und Hörstationen) sowie durch im Eigentum des Geschichtsvereins stehende bzw. ggfls. noch zu beschaffende Exponate erlebbar gemacht. 

Das Museum wird voraussichtlich zwei bis drei Mal wöchentlich für die Öffentlichkeit zugänglich sein und nach Terminabsprache für Schüler*innengruppen zur Verfügung stehen.

Neben dem Museum wird der EGV die Räume im rückwärtigen Bereich als Büro- und Besprechungsräume für Sitzungen sowie für die Genealogische Sprechstunde (Ahnenforschung) nutzen. Im  Dachgeschoss wird das umfang-reiche Archiv mit ca. 9.000 Titeln und zahlreichen Fotos untergebracht.