Bürgerinformation zu den Planungen im RathausQuartier



Die gestrige Bürgerwerkstatt/Bürgerinformationsveranstaltung zum Rathaus-Quartier lockte rund 80 Personen, weitestgehend Menschen aus Politik und Presse, rund 30 interessierte Bürgerinnen und Bürger und die bekannten Kläger und Gegner des Projektes in den Ratssaal.
Die Vertreter der TenBrinke Group erläuterten erneut ihre Planungen und den aktuellen Planungsstand: Gebaut wird ein Nahversorgungszentrum mit Wohnungen und rund 460 Parkplätzen. U. a. sind bereits Mietverträge geschlossen mit EDEKA, Aldi, Netto, Müller Drogerie, Ernstings Family, einem Lotto/Totto-Schreibwarengeschäft mit Postannahme, einer Apotheke und einem Fitnessstudio, so der Investor. Zwei Änderungsvorschläge zum Projekt kamen aus der Bürgerschaft: Erstens, die Rückansicht des Centers zur Dürener Straße attraktiv, z. B. mit einer Begrünung zu gestalten. Zweitens, eine Fußläufige Verbindung von der Stadtbücherei ins RathausQuartier zu ermöglichen. Beides sagten Investor und Stadt zu. Grundsatzkritik am Projekt kam weitestgehend von den bekannten Gegnern und Klägern des Projektes und zwei direkten Anwohnern.
Der Investor machte deutlich, dass mit einer Bauzeit von anderthalb bis zwei Jahren zu rechnen sei, wobei die zurzeit laufenden Klagen den Baufortschritt hemmen. Auf die Frage eines Bürgers, warum die Stadt das Grundstück vor rund zehn Jahren nicht selbst gekauft habe, antwortete Bürgermeister Rudi Bertram, dass seinerzeit sowie heute Priorität war, die aufzubringenden städtischen Mittel (rund 8-10 Millionen Euro) lieber in den Ausbau und Umbau von Schulen, die Errichtung neuer Kitas sowie die Schaffung von bezahlbaren Wohnungen investiert wurde.
Der Großteil der Anwesenden zeigte positive Resonanz auf die Projektplanungen.
Der Investor zählt bereits jetzt ein großes Interesse an den rund 50-70 Wohnungen, die im RathausQuartier entstehen werden. Besonders interessant: Die Planungen zum RathausQuartier wirken sich bereits jetzt positiv auf das Kauf- und Mietinteresse von Bürgerinnen und Bürgern in Hinblick auf angrenzende Wohnungen und Häuser aus.
Eine Anwohnerin unterstrich „Wir haben zehn Jahre lang eine Schutthalde vor der Türe gehabt und dunkle Ecken mitten in der Stadt. Ich bin froh, dass jetzt endlich etwas passiert und etwas Passendes in die Innenstadt kommt. Die Innenstadt benötigt endlich Nahversorger und keine Schmuddeldiscounter“. (Bilder: TenBrinke; Ansicht Kita Peilsgasse, Indestraße/Ecke Wollenweberstraße)