Soziales Lernen ganz praktisch: Gesamtschul-Projekt sammelt Spenden für die Willi-Fährmann-Schule


Soziales Lernen ganz praktisch:  Spendenaktion für die Willi-Fährmann-Schule

„Für andere da sein – Organisationen und Projekte für Jugendliche“ – das war Gegenstand einer Unterrichtsreihe im Fach Deutsch in der Klasse 7a. Nachdem sich die Schülerinnen und Schüler schon eine ganze Weile mit Texten und Materialien zu diesem Thema auseinandergesetzt hatten, kam die Frage auf: „Können wir das nicht auch?“ Die Schülerinnen und Schüler haben die Überschwemmungskatastrophe in Eschweiler hautnah miterlebt und teilweise auch deren Auswirkungen. Eine davon ist der Umstand, dass einige Klassen der Willi-Fährmann-Schule seit diesem Schuljahr im Altbau der Waldschule Städt. Gesamtschule Eschweiler untergebracht sind, weil sie ihr eigenes Schulgebäude nicht nutzen können.

„Wir könnten einen Tag lang für Spenden arbeiten und das Geld der Willi-Fährmann-Schule geben,“ fand Lotte. Der Rest der Klasse mochte die Idee sofort und so begaben sich alle auf die Suche nach „Arbeitgebern“, bei denen sie einen Tag lang arbeiten durften. Während einige in Unternehmen arbeiteten, waren andere bei Privatleuten tätig, wo sie beispielsweise Rasen mähten, putzten oder Müll entsorgten. Auch die RWTH Aachen bezahlte ihre neue „Sekretärin“ Loes für die erledigte Büroarbeit.  

Am Ende sammelte die Klasse 720€ Spenden, die sie nun stolz der Schülervetretung der Willi-Fährmann-Schule übergab. Die beiden Schulleiterinnen Frau Schönwald und Frau Seifert lobten das außerordentliche Engagement der Helferinnen und Helfer. Schülervertreter Kevin Stürtz bedankte sich im Namen seiner Schule ganz herzlich für die Spenden. Frau Arinero, Klassenlehrerin der 7a, betonte noch einmal, dass das Geld ausschließlich für die Schülerinnen und Schüler gedacht sei. Diese überlegten sogleich, wofür sie die Spende ausgeben möchten: Anschaffungen für den Schulhof? Ein Ausflug? Das müssen sie bald gemeinsam festlegen.

Rückblickend waren die Kinder der 7a begeistert von ihrem ersten Arbeitstag: „Wir haben nicht nur Geld gesammelt, wir haben auch ein paar Einblicke in die Berufswelt gewonnen.“ Und auch die Wenigen, die keine Stelle ergattern konnten, wollten etwas für andere tun: Sie haben gemeinsam mit ihrer Klassenlehrerin Frau Gerards für Ordnung auf den Schulhöfen gesorgt. So wurde dieser Freitag zu einem Tag, an dem das soziale Lernen ganz praktisch erfahren werden konnte.

Text/Fotos: Ina Christoffel