Spende aus dem Verkaufserlös des Rathaushonigs


600 Euro stand auf dem Scheck geschrieben, den Bürgermeisterin Nadine Leonhardt vergangene Woche auf dem Rathausdach für die Stiftung Nachhaltigkeit Eschweiler als Vorsitzende dankend entgegennahm. Bei dem Geld handelte es sich um den für einen guten Zweck bestimmten Anteil aus dem Verkaufserlös des letztjährigen Eschweiler Rathaushonigs. Auf Wunsch der drei Imker Patrick Frenkel, Wolfgang Noack und Wolfgang Zylus, der bei der Übergabe durch seine Frau Uschi Zylus vertreten wurde, soll das Geld der „grünen“ Nachhaltigkeit zugutekommen und durch die Stiftung für Projekte zum Erhalt der Artenvielfalt oder des Naturschutzes in Eschweiler eingesetzt werden. Insgesamt konnten somit durch den Verkauf des Eschweiler Stadthonigs aus 2018, 2019 und 2020, der auf dem Eschweiler Rathaus „produziert“ wurde, bis jetzt bereits 1.650 Euro für nachhaltige Projekte hier vor Ort gespendet werden.
 
Zur Einhaltung aktueller Abstandsregeln gegenüber den Bienen gibt es übrigens keinen Grund. „Ich bin immer wieder überrascht, wie friedlich Bienen doch sind“, sagte Bürgermeisterin Leonhardt, als sie das Treiben der schwarz-gelben Insekten im geöffneten Bienenstock aus nächster Nähe begutachtete. Das den Menschen zu vermitteln, sei eines der Anliegen des SPD-Antrags gewesen, der 2017 zur Ansiedelung der ersten zwei Bienenvölker auf dem Rathausdach führte, so Initiator Aaron Möller. Mittlerweile befinden sich auf dem Eschweiler Rathaus insgesamt fünf Bienenvölker inklusive einem Schaukasten und einer Posterausstellung im Vorraum.

Neben ihrem friedlichen Charakter zeichnen sich Bienen vor allem durch Fleiß aus. Auf etwa eine Billion US-Dollar wird die Arbeitsleistung von Bienen geschätzt. Für die landwirtschaftliche Produktion zahlreicher Lebensmittel ist diese unersetzbar. Auch deshalb gibt es seit 2018 den Weltbienentag, der übrigens am 20. Mai gefeiert wurde.