Strukturwandel sichtbar machen: Im Haus des Strukturwandels


Das unscheinbare, aber bereits über 100 Jahre alte Haus in der Marktstraße 9 im Herzen der Stadt will die Stadt Eschweiler sanieren. Wo noch vor Jahrzehnten eine Metzgerei und anschließend ein Bekleidungsgeschäft ansässig waren, soll das „Haus des Strukturwandels“ entstehen.

Die Sanierung, für die aktuell Fördermittel beantragt werden, wird modellhaft ressourceneffizient, kreislaufgerecht und klimaschonend durchgeführt. Mit den jüngst angebrachten farbenfrohen Piktogrammen der 17 „Globalen Nachhaltigkeitsziele“ - von der UN im Rahmen ihrer „Agenda 2030“ im Jahr 2016 als Zielvereinbarung weltweit beschlossen – und über der bereits bekannten Silhouette der Stadt, bekennt sich auch Eschweiler zur nachhaltigen Entwicklung. Das Stadtlogo „Eschweiler 2030“ spiegelt zudem die Absicht wieder, den Strukturwandel in Eschweiler und der Region bis zum Ende der Braunkohle und des Kraftwerks Weisweiler im Jahr 2030 und darüber hinaus nach den Zielen der „Agenda 2030“ nachhaltig zu gestalten. „In Eschweiler stehen vielfältige Aufgaben und Veränderungen an: die Schaffung neuer, sozial und wirtschaftlich attraktiver Arbeitsplätze, eine Veränderung im Mobilitätsverhalten und die Digitalisierung sind hier nur einige Beispiele“, so Bürgermeisterin Nadine Leonhardt.

Bereits vor der Fertigstellung des „Haus des Strukturwandels“ ist die Einrichtung eines „Strukturwandelladens“ in einem leerstehenden Ladenlokal in der Innenstadt geplant, in dem auch eine Ausstellung zum Strukturwandel eingerichtet werden soll. Mit verschiedenen Informations- und Beteiligungsformaten soll über die umfangreichen Entwicklungen informiert, die Interessen, Wünsche und Ideen aus der Bürgerschaft aufgenommen und in die Gestaltung des Strukturwandels einbezogen werden.

Dieses Projekt soll über das Programm „Unternehmen Revier“ gefördert werden und wäre damit das erste seiner Art in den Braunkohle-Strukturwandelregionen. Mit dem Ende der Braunkohle bis zum Jahr 2030 wird der Stadt Eschweiler, der Region und den Menschen ein wechselvolles Jahrzehnt bevorstehen, das aber auch von einer einmaligen Chance geprägt sein wird, die Veränderungen sozial, wirtschaftlich und zukunftsfähig zu gestalten.

Die Weichen dazu sollen und können im Strukturwandelladen und dann später im Haus des Strukturwandels gestellt werden, für eine lebens- und liebenswerte Stadt für Morgen.