Treffen entwicklungspolitisch engagierter migrantischer Vereine im Rathaus


Ende September fand im Ratssaal des Eschweiler Rathauses ein Vernetzungstreffen mit entwicklungspolitisch engagierten migrantischen Vereinen aus Eschweiler statt. Dabei standen die Vorstellung des entwicklungspolitischen Engagements der Stadt, Fragen rund um die Herausforderungen der ehrenamtlich Engagierten und Fördermöglichkeiten für Entwicklungsprojekte im Mittelpunkt.
 
Eingeladen zu dem Treffen hatten der Koordinator für kommunale Entwicklungspolitik, Jan Schuster, und Keywan Salehi vom Amt für Soziales, Senioren und Integration gemeinsam mit Herrn Dr. Azzedine Maaroufi und Frau Sylvie Ngo Bigda. Die letztgenannten führen derzeit im Rahmen des Projekts MiGlobe für die Stadt einen Beratungseinsatz durch. Ziel dieser von Engagement Global mit ihrer Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) durch Mittel des Bundesentwicklungsministeriums (BMZ) zu 100% geförderten Beratung ist es, die interkulturelle Öffnung der kommunalen Entwicklungspolitik der Stadt voranzutreiben und diese um die Perspektive in Eschweiler lebender MigrantInnen zu bereichern.

So sind Zugewanderte oftmals entwicklungspolitisch engagiert – beispielsweise indem sie Entwicklungsprojekte in ihren Heimatländern durchführen oder medizinische oder soziale Einrichtungen mit Geld- oder Sachspenden unterstützen. Nicht immer jedoch sind die Engagierten dabei als Verein formell organisiert. Häufig ist ihnen auch nicht bekannt, dass es vielfältige Unterstützungsangebote für ihre Vorhaben gibt.

Daher können von der Vernetzung alle Seiten profitieren: Die Stadt Eschweiler erhofft sich so, von den Erfahrungen migrantischer Akteure für eigene zukünftige entwicklungspolitische Vorhaben zu lernen und gegebenenfalls auf Unterstützung bei der kulturellen oder sprachlichen Kommunikation zurückgreifen zu können. Die migrantischen Akteure wiederum kommen dabei in den einen Austausch miteinander. Seitens der MiGlobe-Berater wurden während der Veranstaltung wichtige Informationen zu Fördermittelgebern und Projektantragsstellung hinsichtlich der ehrenamtlichen Betätigung geteilt.

Vertreter der ghanaischen, marokkanischen, syrischen und togolesischen Gemeinschaft Eschweilers und Raphael Kamp, Quartiersmanager im Stadtteil Eschweiler-West, waren der Einladung gefolgt, um die Möglichkeiten dieses ersten Vernetzungstreffens zu nutzen. Im Rahmen eines lockeren Arbeitskreises sollen zukünftig weitere Treffen folgen. Entwicklungspolitisch engagierte oder interessierte migrantische Vereine oder Einzelpersonen sind eingeladen, den Kreis zu vergrößern. Bei Interesse kontaktieren Sie Herrn Jan Schuster unter 02403 71-411 oder jan.schuster@eschweiler.de.