Der StadtRaumMonitor ist ein beteiligungsorientiertes Instrument, mit dem Sie Ihr eigenes Lebensumfeld und die Lebensverhältnisse bewerten können. Die Bewertung erfolgt fragebogenartig anhand verschiedener Lebensbereiche, die die persönliche Gesundheit, die Lebensqualität und das Wohlbefinden beeinflussen.

Hierbei werden sowohl räumliche (z. B. Verkehr, Mobilität, Straßen und Plätze oder Natur- und Erholungsräume), als auch soziale Aspekte (z. B. soziale Treffpunkte, Spiel-, Sport- und Freizeitmöglichkeiten, Identität und Zugehörigkeit oder Mitgestaltungsmöglichkeiten) eines Lebensumfeldes thematisiert.




Von Juli bis November 2020 hier in Eschweiler - Machen Sie mit!


Die insgesamt 14 Lebensbereiche des StadtRaumMonitors werden auf einer Skala von 1-8 bewertet, wobei 1 die schlechteste und 8 die beste Bewertung darstellt.

Nach erfolgter Bewertung der einzelnen Lebensbereiche werden die Ergebnisse dann anhand eines Spinnendiagramms sichtbar, wo sich die Stärken und Schwächen des eigenen Lebensumfeldes anschaulich darstellen.

Je größer die grau unterlegte Fläche und je näher bei 8, desto positiver wurde ein Lebensbereich bewertet. Je kleiner die grau unterlegte Fläche und je näher bei 1, desto negativer wurde ein Lebensbereich bewertet.

Aus den Ergebnissen – die öffentlich im Rahmen von Veranstaltungen/Workshops präsentiert und diskutiert werden – sind gezielt Handlungsbedarfe und Verbesserungs-maßnahmen für die Stadt und einzelnen Sozialräume ableitbar und realisierbar.

Und nicht zuletzt sind der StadtRaumMonitor und die verschiedenen Lebensbereiche direkt mit den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (SDG´s) verbunden. Perspektivisch wird so in Eschweiler aktiv zum Erreichen dieser Ziele beigetragen.


Durch Ihre Teilnahme am StadtRaumMonitor können Sie einen wichtigen Beitrag zu einem gesundheitsförderlichen, qualitativ hochwertigen Lebensumfeld, besseren Lebensverhältnissen und mehr Wohlbefinden für sich selbst und die Bürgerinnen und Bürger in Eschweiler leisten.

Jede(r) darf sich zur Bewertung und Verbesserung des eigenen Lebensumfeldes angesprochen fühlen!

Vielen Dank für Ihre Teilnahme & viel Spaß bei der Anwendung wünscht Ihnen die Sozialplanung sowie beteiligte Akteur/innen in und um Eschweiler!


  • Was ist der Hintergrund des StadtRaumMonitors?

    Ursprünglich im Jahre 2015 wurde in Schottland durch NHS Health Scotland, Architecture and Design Scotland, Glasgow City Council und Scottish Government ein beteiligungsorientiertes Erhebungsinstrument mit Bewertungsmöglichkeit des eigenen Lebensumfeldes mit der Bezeichnung „Place Standard Tool“ entwickelt und zwischen 2016 und 2017 dort pilotiert. In den Folgejahren wurde dann eine Anpassung und Anwendung des Ursprungsinstrumentes in den Niederlanden und Nord-Mazedonien realisiert, zuletzt im Herbst des vergangenen Jahres in Spanien.

    Von Juli bis November 2020 soll das Instrument des „StadtRaumMonitorsnun erstmalig auch hier in Deutschland zum Einsatz kommen und erprobt werden. Realisiert wird dies in insgesamt 4 Pilotkommunen durch die Städte Eschweiler und Bochum (NRW) sowie Plochingen (Baden-Württemberg), die Gemeinde Aidlingen, die Kreise Böblingen und Esslingen (BW) sowie die StädteRegion Aachen.

    Den Gesamtkontext entsprechender Konzeptionen und Pilotierungen in den einzelnen EU-Ländern bildet ein EU-Projekt zur Realisierung von Maßnahmen zur Förderung der gesundheitlichen Chancengleichheit und Sicherstellung eines gesundheitsförderlichen Lebensumfeldes in Europa.

    Die Pilotierung des Tools des StadtRaumMonitors – „Wie lebenswert finde ich meine Umgebung?“ wird umgesetzt im Rahmen einer Kooperation der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) mit dem Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg und dem Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen, und mit freundlicher Unterstützung der Städte Bochum, Eschweiler und Plochingen, der Gemeinde Aidlingen, der Kreise Böblingen und Esslingen sowie der StädteRegion Aachen.

    Konkret in Deutschland besteht themenbezogen laut aktuellem Länderbericht (verfasst von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung/BZgA) in Kommunen Entwicklungs-potenzial in Bezug auf Instrumente zur beteiligungsorientierten Bedarfserhebung zur kommunalen Gesundheitsförderung bzw. gesundheitsförderlichen Gemeindeentwicklung. Begleitend wird angenommen, dass eine allgemeine Gesundheitsprävention und -Förderung aufgrund bestehender Lebenslagen-, Ressourcen- und Lebensstil-Vielfalt schwierig ist, weshalb eine differenzierte, partizipative Vorgehensweise, Initiierung von Maßnahmen und Entwicklung entsprechender Instrumente angezeigt sind.

  • Wie wird der StadtRaumMonitor angewendet?

    Die Basis der Anwendung des StadtRaumMonitors bildet ein gesamtstädtisches Medienkonzept, das sowohl online als auch offline durch entsprechende Werbemaßnahmen realisiert wird. Anfängliche Werbemaßnahmen sind besonders wichtig, um den StadtRaumMonitor bekannt zu machen, zu informieren, zu sensibilisieren und zum Mitmachen zu motivieren. Während der Tool-Anwendung tragen die Werbemaßnahmen dazu bei, die projektbezogene Sensibilität, Motivation und Partizipation auf einem hohen Niveau zu halten. Der konkreten Anwendung des StadtRaumMonitors liegt ebenfalls eine On-/ Offline-Kombination zugrunde. Dabei wird es eine Online-Version geben (Zugang über die Homepage der Stadt Eschweiler, über einen versendeten Link, über einen QR-Code sowie ergänzend über soziale Treffpunkte), ebenso wie eine gedruckte Version (Broschüre) (Anwendung per Kontaktpunkte/Informationsstände und soziale Treffpunkte, über Ansprech-personen mit aufsuchender Tätigkeit in einzelnen Sozialräumen sowie im Rahmen von moderierten Diskussionsrunden).

    Anmerkung: Vor dem Hintergrund der aktuellen Coronavirus-Pandemie können die Diskussionsrunden derzeit leider nur in eingeschränkter Form angeboten werden. Bei Teilnahme wird um unbedingte Einhaltung der definierten Sicherheitshinweise gebeten.

  • Wer unterstützt die Anwendung des StadtRaumMonitors?

    Bei der Pilotierung unterstützt werden die Pilotkommunen in NRW und Baden-Württemberg durch die lokalen Gesundheitsämter (hier das der StädteRegion Aachen), das Landeszentrum Gesundheit NRW (LZG.NRW), das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg (LGA), die Hochschule für Gesundheit Bochum (HSG Bochum), die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) sowie die vielen engagierten kommunalen Akteur/innen. Die Hochschule für Gesundheit Bochum (HSG Bochum) wird zudem die Pilotierungsphase wissenschaftlich reflektieren und begleiten.

  • Warum soll ich den StadtRaumMonitor nutzen?

    Um

    • aktiv einen wichtigen Beitrag zu einem gesundheitsförderlichen, qualitativ hochwertigen Lebensumfeld, besseren Lebensverhältnissen und mehr Wohl-befinden für sich selbst und die Bürgerinnen und Bürger in Eschweiler zu leisten
    • mit anderen Menschen zu bestimmten Themen über die Lebensbedingungen in der Stadt und dem Sozialraum ins Gespräch zu kommen
    • einzeln oder gemeinsam Ideen für Planungen und Maßnahmen zur Verbesserung der Umgebung in der Stadt und verschiedenen Sozialräumen einzubringen
    • anderen Menschen einen exklusiven Eindruck vom eigenen Lebensumfeld und den Lebensverhältnissen zu geben
  • Worin bestehen die Ziele und Vorteile des StadtRaumMonitors?

    Die Vorteile/Ziele des StadtRaumMonitors und dessen Anwendung bestehen  vor allem:

    • in der Möglichkeit der Bewertung und Darstellung des eigenen Lebensumfeldes und dessen Stärken und Schwächen
    • im Ableiten von Handlungsbedarfen und Maßnahmen für die Stadt und die Sozialräume zur Verbesserung des Lebensumfeldes, der Lebensverhältnisse, des Gesundheitszustandes sowie des Wohlbefindens der Bürger/innen in Eschweiler
    • im Abbau von sozialen Ungleichheiten, insbesondere gesundheitlichen Chancen-ungleichheiten, gesundheitsbeeinträchtigenden Lebensverhältnissen sowie sozialer Exklusion und Segregation.
    • in der Schaffung von Perspektiven und Chancen
    • in der Möglichkeit, mit anderen Menschen ins Gespräch zu kommen, womit der StadtRaumMonitor auch eine wichtige soziale (Kontakt-) Funktion einnimmt
    • in der Möglichkeit, gerade auch sozial ausgeschlossene Gruppen (wie etwa Menschen mit Migrations-/Fluchtkontext, Menschen mit mobilitätsbezogener, kognitiver, psychischer und/oder geistiger Beeinträchtigung, ältere Menschen etc.) sowie Kinder und Jugendliche stärker einzubeziehen und teilhaben zu lassen
    • in der Förderung von sozialer Inklusion und Partizipation durch beteiligungsorientierte Ausrichtung des Instruments und des Projektes
    • in der Möglichkeit einer zukünftigen Übertragbarkeit des StadtRaumMonitors auf andere Kommunen in Deutschland nach erfolgreicher Pilotierungsphase
    • in der Möglichkeit einer (dauerhaften) regionalen, nationalen und auch internationalen projektbezogenen sowie -übergreifenden Vernetzung und Zusammenarbeit der verschiedenen Akteur/innen
    • in der zukünfitgen Verwendung als soziales und gesundheitliches Monitoring-Instrument, um Maßnahmen langfristig auf ihre Wirksamkeit messen zu können
  • Inwiefern steht der StadtRaumMonitor mit den 17 SDG´s in Verbindung?

    Der StadtRaumMonitor und die verschiedenen 14 Lebensbereiche sind direkt mit den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (SDG´s) verbunden . Nach Anwendung des StadtRaumMonitors und Auswertung der Ergebnisse werden diese öffentlich im Rahmen von Veranstaltungen/Workshops präsentiert und diskutiert. Hieraus sind wiederum gezielt Handlungsbedarfe und Verbesserungsmaßnahmen für die Stadt und einzelnen Sozialräume ableitbar und realisierbar.

    So wird ein wichtiger Beitrag zu einem gesundheitsförderlichen, qualitativ hochwertigen Lebensumfeld, besseren Lebensverhältnissen und mehr Wohlbefinden aller Bürgerinnen und Bürger in Eschweiler geleistet. Damit trägt der StadtRaumMonitor in Eschweiler insgesamt aktiv zum Erreichen der SDG´s bei.

  • Beispielhafte Fragen beim StadtRaumMonitor

    Gibt es in meiner Stadt ausreichende und attraktive…

    •  Ausflugsziele/Grünflächen/Naturräume
    • Öffentliche Verkehrsmittel
    • Fahrradwege
    • Straßen
    • Parkplätze
    •  Spiel-, Sport- und Freizeitangebote
    • Rückzugs-/Entspannungsangebote
    • Arbeitsplätze
    • Schulen
    • Betreuungsmöglichkeiten
    • Wohnungen/Wohnraum
    • Soziale Treffpunkte zum Austausch und Gespräch
    • Medizinische Versorgungs- & Gesundheitsangebote
    • Einkaufsmöglichkeiten


    Fühle ich mich in meiner Stadt…

    • sicher?
    • zugehörig?
    • und identifiziere ich mich mit meiner Stadt/Sozialraum?


    Habe ich das Gefühl,

    • mich an städtischen Planungsprozessen und bei der Gestaltung meines Lebensumfeldes aktiv einbringen und beteiligen zu können?
    • eine eigene Stimme zu haben/werden meine Anliegen, Bedürfnisse und Wünsche gehört und berücksichtigt?
    • dass die Stadt sauber ist?
    • dass ich mich nach meinen Bedürfnissen mit anderen Menschen austauschen und soziale Kontakte pflegen kann?
    • dass mich andere Menschen ausreichend unterstützen?

Impressionen der öffentlichen Bewerbung des StadtRaumMonitors in der Eschweiler Innenstadt vom 14.07.2020      Foto: Guissella Acaro 


Für Rückfragen, Anregungen und/oder Wünsche zum StadtRaumMonitor stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung:


Kontakt

Stabsstelle Sozialplanung

HerrFlorianKarnebogen
Stadt Eschweiler
Johannes-Rau-Platz 1
52249 Eschweiler