Es ist ein deutlich sichtbares Zeichen für den Fortschritt des Wiederaufbaus nach der Hochwasserkatastrophe: Nachdem zum 31. März 2026 der Mietvertrag mit der Stadt Eschweiler ausgelaufen ist, wird die anbietende Firma die Containeranlage auf dem Drieschplatz in den kommenden Wochen demontieren und abtransportieren.
Der Abbau stellt einen weiteren Meilenstein bei der Beseitigung der am 14. und 15. Juli 2021 von den Wassermassen angerichteten Schäden dar. Er ist möglich, weil die Realschule mit rund 770 Schülerinnen und Schülern inzwischen wieder vollständig in ihr grundsaniertes Gebäude am Patternhof zurückgekehrt ist. In den vergangenen Monaten waren noch einige Fachräume in dem Containerkomplex benötigt worden. Das wird nach den Osterferien nicht mehr der Fall sein.
Für die Realschule stellte die Containeranlage auf dem Drieschplatz die zweite provisorische Bleibe nach der Flut dar. Zwei Jahre lang war die Schulgemeinschaft zunächst in der ehemaligen Realschule der Stadt Würselen an der Tittelsstraße untergebracht gewesen. Zum Beginn des Schuljahres 2023/24 folgte dann der Umzug auf den Drieschplatz. Zugleich wurden erste Klassen- und Fachräume im Bestandsgebäude wieder in Betrieb genommen.
Der imposante zweistöckige Ersatzbau bestand aus 350 neuen und modernen Containern, die eine nutzbare Fläche von insgesamt 5250 Quadratmetern boten. Zudem wurde ein rund 4800 Quadratmeter großes Außengelände angelegt.
Das dazu gehörige Kleinspielfeld ist bereits abgebaut und wird seinen Platz nun auf dem Gelände der Realschule finden. Nach der Demontage der Container, für die mehrere Wochen veranschlagt sind, wird die Wiederaufbaugesellschaft Eschweiler mbh – eine 100-prozentige städtische Tochtergesellschaft - die für den Containerbau eingelassenen Fundamente wieder entfernen und den Drieschplatz grundsätzlich in seinen ursprünglichen Zustand versetzen.
Die Flächenbearbeitung geschieht dabei in enger Absprache mit dem Amt für Wirtschaftsförderung. Denn unter seiner Federführung wird in direkter Nachbarschaft zum bisherigen Standort der Container - auf dem Gelände des ehemaligen Schlachthofes - das Innovations- und Gewerbezentrum (IGZ) als Leuchtturmprojekt des Strukturwandels geplant und voraussichtlich bis Ende 2029 realisiert.
Foto: Stadt Eschweiler/Michael Grobusch
