Neujahrsempfang 2026: Aufbruchstimmung und positive Perspektiven


Die Zeiten sind nicht einfach – doch die Perspektiven für die Zukunft sind dennoch gut. So könnte das Fazit des Neujahrsempfangs der Stadt Eschweiler lauten, zu dem Bürgermeister Patrick Nowicki am Samstag in den Ratssaal des Rathauses eingeladen hatte. „Gerade Eschweiler hat in der Vergangenheit bewiesen, dass wir Krisen meistern können und als Chancen verstehen“, betonte er. Dies sei auch aktuell der Fall. Es herrsche Aufbruchstimmung und der ausgeprägte gesellschaftliche Wille, die Stadt gemeinsam in eine gute Zukunft zu führen.

Mehr als 250 geladene Gäste erlebten ein spannendes und abwechslungsreiches Programm, in dem es darum ging, den Blick auf die zahlreichen positiven Dinge gerichtet, die die Stadtgesellschaft ausmachen - und auf die großen Chancen, die sich für Eschweiler bieten.

„Eschweiler war schon immer eine Stadt des Wandels. Vom Bergbau über die Industrieentwicklung bis hin zu einem vielfältigen Wirtschaftsstandort – wir haben gelernt, Veränderungen nicht nur hinzunehmen, sondern sie aktiv zu gestalten“, führte Patrick Nowicki in seinem Grußwort aus. Mit Blick auf den laufenden Strukturwandel stellte er fest: „Strukturwandel bedeutet für uns nicht Abwarten, sondern Handeln. Wir arbeiten gezielt daran, neue Arbeitsplätze zu schaffen und bestehende Unternehmen zu stärken.“

Gleichwohl unterstrich er: „Die Zukunft Eschweilers wird nicht allein im Rathaus entschieden. Sie entsteht im Zusammenspiel von Wirtschaft, Ehrenamt, Politik und Bürgerschaft.“ Dabei müsse es nicht immer der „große Wurf“ sein. „Vor allem kleinere Dinge helfen, die Zukunft positiv zu gestalten. Schritt für Schritt, Woche für Woche.“

Um die Gestaltung der Zukunft kümmert sich auch Prof. Dr.-Ing. Michael Riesener, Geschäftsführer der RWTH Innovation GmbH. Er ist verantwortlich dafür, dass an der Aachener Exzellenzuniversität auf dem Forschungsgebiet „Deep Tech Innovation“ Technologien, Wissenschaften und Branchen in einem interdisziplinären und internationalen Netzwerk zusammenfinden und so Innovation vorangetrieben wird. Als Gastredner des Neujahrsempfangs sprach Riesener zum Thema „Zukunft gestalten – von der Wissenschaft in die Praxis“. 

Dabei stellte er drei aus seiner Sicht zentrale Themen für die kommenden 25 Jahre vor: die nächste Computing-Generation, kritische Rohmaterialien und Energie. „Deutschland braucht nicht nur eine Energiesouveränität, sondern auch einen Ressourcensouveränität“, mahnte der Professor. Und er verwies auf die Potenziale, die es zu nutzen gelte: „Wir müssen neue Technologien entwickeln, um ganz neue Wirtschaftszweige zu entwickeln.“ Dazu wolle und werde die RWTH Aachen ihren Beitrag leisten.

Dass Eschweiler große Potenziale besitzt und diese auch in das Leben der Stadt vielfältig eingebracht werden, führte die Verleihung des Ehrenamtspreises „JugendPlus“ den Gästen eindrucksvoll vor Augen. Mit Massimo Faltin (AG Bühnentechnik Städtisches Gymnasium), Nick Schmitz (Freiwillige Feuerwehr Stadt Eschweiler und Kreisverband) und Miguel Schnitter (Eschweiler SG Handball) sowie den Mitgliedern des Stamms Deutschritter Röhe der Deutschen Pfadfinder*innenschaft Sankt Georg (DPSG) mit ihrer Vorsitzenden Jana Krahe wurden junge Menschen bis 21 Jahre von Patrick Nowicki für ihr besonderes gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet. Der Ehrenamtspreis „JugendPlus“ wird von der Stadt Eschweiler verliehen und ist dank der Unterstützung der Firma Hema Immobilien mit einem Preisgeld von insgesamt 1500 Euro dotiert.

Buchstäblich ausgezeichnet ging es danach im Programm weiter: Die Sportlerinnen und Sportler des Jahres, die Ende 2025 von der Eschweiler Filmpost in Kooperation mit der Stadt Eschweiler, dem Stadtsportverband und der Sparkasse Aachen gekürt worden waren, erhielten ebenso wie die JugendPlus-Preisträgerinnen und -träger die Gelegenheit, sich in das Goldene Buch der Stadt einzutragen. Der Applaus der Gäste begleitete diesen feierlichen Akt, mit dem die herausragenden Leistungen und Platzierungen der Athletinnen und Athleten gewürdigt wurden.

Applaus gab es auch für die musikalischen Darbietungen beim Neujahrsempfang. Während die „Jazz Band“ um Max Krieger für einen stimmungsvollen Ein- und Ausklang sorgte, bot das Duo Vera Erhardt und Paul Santosi harmonische Zwischenspiele.

Nach dem offiziellen Teil des Neujahrsempfangs nutzten zahlreiche Gäste die Gelegenheit zum Austausch. Auch in dieser geselligen Runde herrschte die Überzeugung: Eschweiler hat großes Potenzial. Eschweiler steht vor einer guten Zukunft.

Fotos: Stadt Eschweiler/Michael Grobusch