Sicherheitsmaßnahmen für ungetrübten Spaß an Karneval


Die Stadt Eschweiler ergreift an den Karnevalstagen wieder umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen, die – wie in den Vorjahren – in enger Zusammenarbeit mit Polizei, Feuerwehr, Hilfsorganisationen, Ordnungsamt, Jugendamt und dem Karnevals-Komitee umgesetzt werden. Ziel dieser gemeinsamen Anstrengungen ist es, einen sicheren und geordneten Ablauf der närrischen Tage von Weiberfastnacht bis Rosenmontag zu gewährleisten.

An Weiberfastnacht und Rosenmontag gilt auf dem Marktplatz und den angrenzenden Straßen ein Glasverbot. Dieses besteht jeweils von 9 Uhr bis zum Folgetag um 6 Uhr und wird von Polizei und Ordnungsamt überwacht. Zusätzlich sorgen Sicherheitskräfte für Zugangskontrollen auf dem Marktplatz, um Verletzungen durch Glasscherben zu vermeiden. An beiden Tagen werden eine Einsatzleitung und eine Unfallhilfsstelle eingerichtet. Am Donnerstag gibt es darüber hinaus einen eigenen Einsatzbereich auf der Marienstraße.

Das Mitführen gefährlicher Gegenstände – beispielsweise gefährliche Werkzeuge, Pyrotechnik und Messer, die nicht ohnehin nach dem Waffengesetz verboten sind – ist auf dem Marktplatz untersagt. Diese Regelung gilt von Donnerstag, 12. Februar, 0 Uhr, bis Dienstag, 17. Februar, 24 Uhr. Verstöße werden mit Bußgeldern geahndet.

Erstmals kommt an Karneval die neue Polleranlage am Marktplatz zum Einsatz. Sie wird an Weiberfastnacht ab 9 Uhr und am Rosenmontag ab 10 Uhr aktiviert. Aus Sicherheitsgründen bleibt die Zufahrt für Anwohnende an beiden Tagen bis 24 Uhr gesperrt. Danach wird der normale Betrieb wieder aufgenommen. Weitere Informationen zu den Schließzeiten sind online verfügbar unter www.eschweiler.de/poller.

Die bewährte Videobeobachtung auf Teilbereichen des Marktplatzes ermöglicht den Einsatzkräften schnelles Reagieren im Ernstfall. Zusätzlich installiert die Polizei in diesem Jahr eine weitere Kameraanlage im Bereich Dürener Straße/Einmündung Schnellengasse.

Für die Veedelsumzüge am Karnevalssonntag (15. Februar) werden erneut Halteverbotszonen eingerichtet, um die Durchfahrt der Karnevalswagen zu sichern. Bei Nichtbeachtung kann abgeschleppt werden. Das Ordnungsamt unterstützt die Polizei außerdem bei der Begleitung der Umzüge.

Der Rosenmontagsumzug wird wie gewohnt von einem Einsatzstab auf der Feuer- und Rettungswache koordiniert, in dem alle beteiligten Stellen – Polizei, Ordnungsamt, Karnevals-Komitee und Sicherheitsunternehmen – vertreten sind. GPS-Tracker ermöglichen eine Echtzeit-Überwachung der Umzugsfahrzeuge, sodass erforderliche Maßnahmen gezielt und schnell umgesetzt werden können. Auch 2026 werden wieder Lkw-Sperren im Stadtgebiet aufgestellt, um mögliche Gefahren zu minimieren. Das bewährte Angebot mobiler WC-Anlagen wird ebenfalls wieder bereitgestellt.

Der Straßenkarneval in Eschweiler zieht von Weiberfastnacht bis Rosenmontag zahlreiche Besucher an. Kinder und Jugendliche feiern gemeinsam mit Eltern, allein oder in Gruppen Gleichaltriger. Die Zusammenarbeit von Polizei, Ordnungsamt und Jugendamt sorgt dafür, dass insbesondere die eigens für Kinder und Jugendliche organisierte „Ohne-Rausch-und-Alkohol-Party – Pänz Dänz“ im Festzelt auf dem Marktplatz am Karnevalsfreitag (13. Februar) sicher begleitet wird. Unterstützt werden sie dabei von den Kooperationspartner Haus St. Josef und KG Rote Funken Artillerie.

Das Jugendamt weist darauf hin, dass Alkohol erst ab 16 Jahren (bier- und weinhaltige Getränke) erlaubt ist – in verantwortungsvollem Umgang. Eltern und Erziehungsberechtigte der weiterführenden Schulen ab Jahrgangsstufe 7 wurden vorab noch einmal entsprechend informiert. Auch Gastronomen, Karnevalsvereine, Veranstalter und Verkaufsstellen wurden über die geltenden Jugendschutzbestimmungen aufgeklärt.

Besorgniserregend ist weiterhin der Konsum von „Lachgas“, da er zu dauerhaften Schäden am Nervensystem führen kann. Die Stadt Eschweiler hat die Ab- und Weitergabe an Minderjährige mit einer ordnungsbehördlichen Verordnung untersagt, Verstöße werden geahndet.

Eltern sollten darauf achten, wo und mit wem ihre Kinder Karneval feiern, und sicherstellen, dass sie nicht unbeaufsichtigt unterwegs sind. Der rollende Jugendtreff der mobilen Jugendarbeit ist an Weiberfastnacht an der Indestraße in der Nähe der Marktstraße als Anlaufstelle vor Ort. Dort können sich Jugendliche aufwärmen und erhalten zudem über das Projekt „Die Feierstarter“ Informationen sowie Beratung zum Themen Alkohol. Das Projektteam bietet in diesem Rahmen kostenlos alkoholfreie Getränke und Cocktails an.

Symbolbild: Pixabay