Am Ersatzstandort der Willi-Fährmann-Schule an der Franz-Rüth-Straße werden in den kommenden Tagen zehn Einzelcontainer ausgetauscht. Es handelt sich um das Büro der Schulleitung, das Sekretariat, den Computerraum und den Raum für Gespräche. Grund für den Austausch sind Feuchtigkeitsschäden.
Eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung hat zuvor ergeben, dass der Austausch zeitlich und kostentechnisch weniger aufwendig ist als eine Sanierung vor Ort. Die vorbereitenden Arbeiten haben bereits begonnen. Um den Schulbetrieb nicht zu stören, findet der Austausch in den Osterferien statt. In der Woche nach den Ferien können dann alle Räume wieder uneingeschränkt genutzt werden.
Bei der Hochwasserkatastrophe am 14. und 15. Juli 2021 war das Gebäude der Willi-Fährmann-Schule an der Martin-Luther-Straße so stark beschädigt worden, dass es abgerissen werden musste und jetzt neugebaut wird. Als Ersatz wurde auf dem Gelände des ehemaligen Indestadions in Modulbauweise eine komplette Schule aus 115 hochwertigen Containern mit einer Gesamtfläche von 1600 Quadratmetern errichtet.
Auf dem Grundstück an der Martin-Luther-Straße entsteht bis voraussichtlich Herbst 2028 ein moderner Schulneubau, eng abgestimmt auf das pädagogische Konzept der Willi-Fährmann-Schule. Die Finanzierung in Höhe von 22,9 Millionen Euro wird über den Wiederaufbauplan von Bund und Land NRW sichergestellt und umfasst den Abbruch, den Neubau sowie dessen Ausstattung.
Auftraggeber ist die Wiederaufbaugesellschaft Eschweiler mbH, ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der Stadt Eschweiler. Der Abriss und der Neubau der Willi-Fährmann-Schule stellen das zweitgrößte Wiederaufbauvorhaben In Eschweiler zur Beseitigung der von der Flut im Juli 2021 angerichteten Schäden dar - nach dem Sportzentrum an der Jahnstraße, das ebenfalls abgerissen werden muss und an gleicher Stelle neugebaut wird.
Foto: Stadt Eschweiler/Michael Grobusch
