Die zentrale Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag fand am Samstag im Kirschenhof, dem Haus der Geschichte, statt. Vertreter der Verwaltung, Politik, der Kirche und örtlicher Vereine gedachten der Opfer von Krieg, Gewalt und Vertreibung.
Bürgermeister Patrick Nowicki erinnerte in seiner Ansprache an die Betroffenen und mahnte zugleich, wie wichtig es ist, die Demokratie zu schützen:

„Wirtschaftliche und gesellschaftliche Probleme erzeugen Frustration und verleiten dazu, nicht nach Lösungen und Kompromissen zu suchen, sondern nach Schuldigen. Doch wenn sich jeder nur auf sich und seine Interessensgruppe beschränkt, gewinnen am Ende die Feinde der Demokratie. Freiheit gelingt nur, wenn wir in unseren kleinen Unterschieden die große Gemeinsamkeit erkennen.“
Als Gastredner sprach Pfarrer Michael Datené. In seiner Gedenkansprache appellierte er an die Anwesenden:
„Frieden beginnt nicht mit Verträgen – er beginnt mit Haltung. Mit dem Mut zuzuhören, mit dem Willen, dem Anderen als Menschen zu begegnen, nicht als Gegner.“

Für die musikalische Gestaltung sorgte Ida Wittmann, Schülerin der Bischöflichen Liebfrauenschule, die die Gedenkfeier mit einem Klavierstück bereicherte.
Im Anschluss formierte sich der traditionelle Schweigemarsch mit der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft 1330 Eschweiler-Mitte zum Ehrenmal im Stadtgarten an der Marienstraße. Dort erfolgten die Totenehrung und die Kranzniederlegung durch Bürgermeister Patrick Nowicki. Die musikalische Begleitung am Ehrenmal übernahm der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Eschweiler sowie Trompeter Dieter Kaltenbach.

