Abriss des alten Schlachthofes macht den Weg frei für das IGZ


Weiterer Meilenstein für das Innovations- und Gewerbezentrum (IGZ): Der Bau- und Vergabeausschuss der Stadt Eschweiler hat am Dienstagabend in nicht öffentlicher Sitzung die Vergabe der Rückbauarbeiten am ehemaligen Schlachthof einstimmig beschlossen. Die Maßnahme umfasst den Rückbau sämtlicher Gebäudeteile mit Ausnahme des ehemaligen Pferdestalls sowie die fachgerechte Entsorgung schadstoffbelasteter Materialien und die örtliche Aufbereitung von Recyclingmaterial.

Die Entscheidung bildet den Abschluss des europaweiten Ausschreibungsverfahrens und zugleich eine wichtige Grundlage für die weitere Planung und Entwicklung dieses Leuchtturmprojekts des Strukturwandels im Rheinischen Revier. Bis voraussichtlich Ende 2029 soll auf dem rund 11.000 Quadratmeter großen Areal an der Indestraße 20 und damit in unmittelbarer Nachbarschaft zum Drieschplatz ein ressourcen- und klimaeffizientes Zentrum des Technologie- und Innovationstransfers entstehen.

Eine erste Förderung von Bund und Land Nordrhein-Westfalen in Höhe von rund 4,6 Millionen Euro für die Herstellung der Planungsreife war bereits im vergangenen Jahr bewilligt worden. Den Förderbescheid bekam Bürgermeister Patrick Nowicki im November 2025 von Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes NRW, überreicht.

Das Projekt mit überregionaler Strahlkraft dient der Revitalisierung einer innerstädtischen Fläche und bietet Start-Ups einen innovativen Ort zum gemeinschaftlichen Arbeiten sowie nachhaltigen Forschen und Entwickeln. Hierfür stehen Werkhallen, Werkgeschosse, Büro- und Laborflächen für den individuellen Bedarf und unter Berücksichtigung des jeweiligen Entwicklungspotenzials zur Verfügung. Darüber hinaus wird es ein Gründerzentrum geben, das als regionale Einrichtung zur Unterstützung technologieorientierter und innovativer Neugründungen dienen soll.

Der Architektenwettbewerb wurde im Jahr 2023 abgeschlossen. Als Generalplaner ging das Architektenbüro ASP Architekten GmbH aus Stuttgart hervor. Kreislaufgerechtes Bauen sowie Ressourcenschonung stehen im Mittelpunkt der Planung. Dazu gehört unter anderem das Vorhaben, den ehemaligen Pferdestall des Schlachthofes zu sanieren und in den Mittelpunkt des neuen Zentrums zu setzen. Für die Gesamtheit der Neubauten wird die Nachhaltigkeitszertifizierung der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) angestrebt.

Der Abriss des ehemaligen Schlachthofes wird im Laufe des Oktobers beginnen und nach aktuellem Planungsstand bis zum 31. Juli 2027 abgeschlossen sein. Die Anwohnenden in der Nachbarschaft des Areals werden frühzeitig und ausführlich über den Ablauf der Rückbaumaßnahmen informiert.

Foto: Stadt Eschweiler/Michael Grobusch