Erfolgreiche Werkstatt: Kulturelles Leitbild auf der Zielgeraden


In einer großen Arbeitswerkstatt ist jetzt das Beteiligungsverfahren zum neuen kulturellen Leitprofil für Eschweiler abgeschlossen worden. Hierzu waren rund 35 Kulturakteurinnen und -akteure aus unterschiedlichen Bereichen zusammengekommen, für die die Volkshochschule gerne Gastgeberin war. Auch Bürgermeister Patrick Nowicki ließ es sich nicht nehmen, mitzumachen und seinen Dank an die zahlreichen Engagierten auszusprechen, die sich in Haupt- und Ehrenamt für das kulturelle Leben der Stadt einsetzen.

Da passte es gut, dass sich die Werkstatt mit den Themen „Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit“ beschäftigte. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Frage, wie die vielen kulturellen Angebote künftig noch sichtbarer werden können. Ein interaktives Austauschformat unter dem Titel „SichtBAR!“ eröffnete den Teilnehmenden zu Beginn die Möglichkeit, konkrete Unterstützungsbedarfe („Suche“) und eigene Angebote („Biete“) einzubringen. So wurden nicht nur Bedarfe deutlich, sondern auch neue Kontakte geknüpft und Kooperationen angestoßen.

In kurzen Impulsbeiträgen wurden Beispiele aus der Praxis vorgestellt, die Anregungen für eine gelingende Öffentlichkeitsarbeit lieferten. Im anschließenden Austausch in Kleingruppen wurden diese Beispiele vertieft und einfache, kostenneutrale Maßnahmen für die interne und externe Kommunikation entwickelt. Die Bandbreite reichte von besserer Abstimmung bei der Terminplanung bis hin zu gemeinsamen Kommunikationswegen.

Ein zentrales Ergebnis der Werkstatt ist, dass es auch über das Leitbild hinaus einen ausgeprägten Wunsch nach kontinuierlichem Austausch zwischen den Beteiligten gibt. In diesem Sinne soll das entstandene Netzwerk verstetigt und weiter ausgebaut werden – beispielsweise durch regelmäßige Treffen an wechselnden Orten sowie ergänzende digitale Kommunikationswege.

Die Erste Beigeordnete und Kulturdezernentin Dana Duikers begrüßt diesen Schritt und auch das große Engagement der Teilnehmenden sehr: „Sie machen das Kulturleben in Eschweiler sichtbar und verleihen ihm eine Stimme. Das ist ein tolles erstes Ergebnis des Prozesses,“ Das nächste Treffen in dem Netzwerk ist für den Herbst im Seehaus vorgesehen.

Die Werkstatt war Teil des Beteiligungsprozesses, den die Stadt Eschweiler unter Leitung der Kulturförderin Brigitte Bauer initiiert hat, um die Kulturlandschaft zu stärken, besser zu vernetzen und gemeinsam weiterzuentwickeln. Die vorherige Werkstatt hatte sich schwerpunktmäßig mit dem Thema Nachwuchsförderung beschäftigt. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen nun in die weitere Ausarbeitung des kulturellen Leitbildes ein.

Foto: Stadt Eschweiler/Michael Grobusch