Flutsanierung am Schulzentrum Stadtmitte ist abgeschlossen


Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen. Davon ist nicht nur Marga Gier überzeugt: „Ich bin begeistert. Und unsere Schülerinnen und Schüler sind es auch. Sie empfinden diese tollen Räume als Wertschätzung und schöpfen daraus zusätzliche Energie und Motivation“, stellt die Leiterin der Adam-Ries-Hauptschule erfreut fest.

Anlass zur Freude gibt es derzeit reichlich. Denn die Hauptschule und die benachbarte Evangelische Grundschule sind jetzt wieder vollständig hergerichtet. Damit ist die Sanierung des Schulzentrums Stadtmitte, das bei der Hochwasserkatastrophe am 14. und 15. Juli 2021 stark beschädigt worden war, abgeschlossen.

Bürgermeister Patrick Nowicki teilt die Freude darüber natürlich. Und er macht sich zum offiziellen Abschluss der Baumaßnahmen persönlich ein Bild vom Ergebnis der jahrelangen Sanierungsarbeiten, die die Schulgemeinschaft vor große Herausforderungen gestellt haben, Im Gegenzug haben sie aber auch dafür gesorgt, dass nun ein in mehreren Bereichen runderneuertes Gebäude zur Verfügung steht.

„Wir haben aufgrund der besonderen Umstände einiges angepackt, was wir sonst nicht hätten anpacken können“, erläutert Achim Bong beim Rundgang durch die Hauptschule. Der Geschäftsführer der Viscon GmbH hat im Auftrag der Stadt Eschweiler die Projektsteuerung für den Wiederaufbau des Schulzentrums übernommen. „Es gab die vielleicht einmalige Chance, das Gebäude auf den neuesten Stand zu bringen – baulich, technisch, digital“, hatte der Ingenieur bereits vor den Sommerferien bei einem Termin in der Grundschule Stadtmitte festgestellt. Dies lässt sich ohne Einschränkung auch für die Hauptschule so festhalten.

Bis zur Decke Stand das Wasser in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 im Untergeschoss der Hauptschule. Bausubstanz, Technik und Inventar wurden durch die Wassermassen stark in Mitleidenschaft gezogen. Deshalb mussten insgesamt 2500 Quadratmeter der Schule von Grund auf saniert werden. Wegen aufsteigender Feuchtigkeit quoll zudem der Parkettboden in der Aula auf und musste ebenfalls vollständig erneuert werden. Auch der darunterliegende Bodenaufbau wurde ausgetauscht und fachgerecht schadstoffsaniert.

Die Schadstoffsanierung war nicht nur dort mit besonders großem Aufwand verbunden. Sukzessive wurden einzelne Bereiche hermetisch abgeriegelt, um einen Parallelbetrieb von Unterricht und Bauarbeiten zu ermöglichen. „Ein großer Dank geht in diesem Zusammenhang noch einmal an die Schulgemeinschaft, der wir einiges zumuten mussten. Die Alternative wäre gewesen, nur während der Ferien zu arbeiten. Aber dann hätte die Sanierung noch viele Jahre länger gedauert.“

So ist es deutlich schneller gegangen, ohne dass darunter die Qualität der Arbeit gelitten hat. Die Werk- und Kunsträume sind sehr hochwertig ausgestattet, gleiches gilt für die Lehrküche. Auch die Unterrichtsräume sind neu und modern eingerichtet. Die Elektrotechnik und die IT-Zentrale sind derweil aus dem Keller ins Erdgeschoss verlegt worden.

Letzte Restarbeiten im Gebäude sowie auf dem Schulhof sind in den Sommerferien erledigt worden. Somit konnten die derzeit 320 Schülerinnen und Schüler und das Lehrerkollegium der Hauptschule ganz ohne Baustelle in das neue Schuljahr starten.

Insgesamt hat die Stadt Eschweiler knapp elf Millionen Euro in den Wiederaufbau des Schulzentrums Stadtmitte investiert. Die Kosten werden über den Wiederaufbauplan von Bund und Land Nordrhein-Westfalen abgedeckt. „Und sie sind im Rahmen der ursprünglichen Kalkulation geblieben“, betont Achim Bong.

Auch dieses Ergebnis kann sich sehen lassen und bietet Anlass zur Freude!

 Foto: Stadt Eschweiler/Michael Grobusch