Großes Interesse am Girls' Day bei der Eschweiler Feuerwehr


Unter dem Motto „Dein Tag, dein Weg!“ hat am heutigen Donnerstag der 25. Girls‘ Day stattgefunden. Auch die Stadt Eschweiler war wieder an der bundesweiten Aktion beteiligt und konnte auf der Hauptwache der Feuerwehr insgesamt 22 Teilnehmerinnen im Alter von elf bis 16 Jahren begrüßen.

„Vielleicht werden wir einige von euch in ein paar Jahren wiedersehen“, brachte Christian Haake schon bei der Begrüßung seine Hoffnung zum Ausdruck, dass nicht zuletzt auch aufgrund des Girls‘ Days die Zahl der weiblichen Mitarbeitenden bei der Wehr in Zukunft weiter steigen wird. Denn noch immer, das räumte der Leiter ein, ist die Feuerwehr in erster Linie eine Männerdomäne.

Viele der Teilnehmenden am Girls‘ Day kamen aus anderen Kommunen, in denen es ein vergleichbares Angebot offenbar nicht gibt. Den weitesten Weg hatte eine Schülerin aus Jülich auf sich genommen, um auf der Hauptwache am Florianweg die vielen verschiedenen Aufgabenfelder und Berufsbilder der Feuerwehr kennenzulernen und bei Übungen erste praktische Erfahrungen zu sammeln.

Begeistert von der Girls‘-Day-Initiative und gleichermaßen von der Feuerwehr ist Bürgermeister Patrick Nowicki. „Das Geschlecht ist keine Qualität“, warb er bei seiner Begrüßung für eine offene Berufswahl und ermunterte die Schülerinnen in diesem Sinne: „Bringt euch bei dem ein, worauf ihr Lust habt!“ Die Feuerwehr biete dabei gute Perspektiven. „Feuerwehrfrau ist einer der schönsten Berufe der Welt“, betonte der Bürgermeister. „Man kann viel Gutes tun, anderen Menschen helfen und sich für die Allgemeinheit einsetzen.“

Der Girls’ Day ist ein einmal im Jahr stattfindender Aktionstag, der Mädchen und Frauen motivieren soll, Berufe aus den Bereichen Handwerk, Technik, Mathematik, Naturwissenschaften, Informatik und Forschung zu ergreifen. In Deutschland gibt es rund 330 duale Ausbildungsberufe, doch mehr als die Hälfte der Mädchen konzentriert sich auf lediglich zehn Berufe – ohne einen einzigen gewerblich-technischen. Der Girls‘ Day soll vor diesem Hintergrund frühzeitig echte Einblicke in die Arbeitswelt ermöglichen, Jugendlichen helfen, vorbehaltslos eigene Stärken zu entdecken und sie dabei unterstützen, selbstbewusste und von klassischen Rollenbildern losgelöste Entscheidungen für ihren beruflichen Weg zu treffen.

Fotos: Stadt Eschweiler/Michael Grobusch und Simon Holten