Informationen zum Umgang mit der Asiatischen Hornisse


Die ursprünglich in Südostasien beheimatete und über Warentransporte nach Europa eingeschleppte Asiatische Hornisse breitet sich zunehmend in Nordrhein-Westfalen aus. Zunächst war die Asiatische Hornisse als invasives, also nicht heimisches Insekt, das sich stark ausbreitet und die heimische Fauna schädigt, eingestuft. Es bestand eine Meldepflicht gegenüber der Unteren Naturschutzbehörde, damit von dort eine Bekämpfung erfolgen konnte. Im März 2025 wurde die Asiatische Hornisse vom Landesamt für Natur, Umwelt und Klima (LANUK NRW) in NRW als etablierte, also weit verbreitete Art eingestuft, was zur Folge hatte, dass die Meldepflicht sowie die flächendeckende Bekämpfung der Art durch die Unteren Naturschutzbehörden entfielen.

Die asiatischen Hornissen ernähren ihre Larven mit Insekten. Ein Großteil ihrer Nahrung besteht aus dem Fang von Honigbienen vor Bienenstöcken. Sie ist gegenüber Menschen, wie auch die heimische europäische Hornisse, kaum aggressiv und auch nicht lästig. Lediglich wenn man sich dem Nest zu sehr nähert, verteidigt sie Nest und Brut und wird aggressiv. Eine Bekämpfung der Asiatischen Hornisse sollte daher unabhängig vom Entwicklungsstadium ausschließlich von Fachkundigen erfolgen. Hierbei ist auch sicherzustellen, dass es sich um Nester der Asiatischen Hornisse und nicht der heimischen und geschützten Europäischen Hornisse handelt.

In ihrem Lebenszyklus baut die Asiatische Hornisse verschiedene Nester. Im zeitigen Frühjahr baut die überwinternde Königin zunächst ein Embryonalnest, welches dann mit ersten Arbeiterinnen ab Mitte Mai zu einem Primärnest erweitert wird. Diese Nester befinden sich in der Regel an geschützten Orten (Hecken, Dachvorsprüngen, Nistkästen, Gartenhäuser oder Unterständen). Ab Mitte Juli werden dann neue Sekundärnester meist in Kronen hoher Laubbäume (25-30 Meter) angelegt und stetig ausgebaut. Diese werden dann oft erst nach dem Laubfall sichtbar. Mitte/Ende November sterben die Arbeiterinnen in der Regel ab, und die Königinnen verlassen das Nest, um an geschützten Stellen zu überwintern. Das alte Nest zerfällt aufgrund der fehlenden Pflege sukzessiv am Baum und wird nicht wieder besiedelt.

Der Umgang mit der Asiatischen Hornisse sorgt für eine Verunsicherung in der Bevölkerung. Die großen Nester, die auch in Eschweiler nach dem Blattfall im Herbst letzten Jahres hoch oben in den Kronen von Laubbäumen für jeden sichtbar wurden, führten zu zahlreichen Nachfragen bei der Stadtverwaltung. Die wichtigsten Informationen zur Lebensweise und zur Erkennung der Asiatischen Hornisse hat die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen in einem Flyer zusammengefasst. Der Informationsflyer „VESPA VELUTINA“ die Asiatische Hornisse sowie eine Bestimmungskarte stehen hier zum Download zur Verfügung. Eine Meldung von Sichtungen kann über das Neobiota Portal NRW erfolgen (Hinweis im Flyer).

Funde von Nestern können darüber hinaus bei der Stadt Eschweiler unter asiatische.hornisse@eschweiler.de gemeldet werden.