„Kulturrucksack NRW“ macht sechs Projekte in Eschweiler möglich


Der „Kulturrucksack NRW“ fördert seit 2012 außerschulische Angebote der kulturellen Bildung für Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 14 Jahren. Das Programm ergänzt bestehende Förderangebote im Bereich der kulturellen Bildung. Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen mit unterschiedlichen kreativen Angeboten den Zugang zu Kunst und Kultur zu ermöglichen und ihre kulturelle Teilhabe zu fördern.

In Eschweiler ist das auch in diesem Jahr wieder sehr gut gelungen. Insgesamt sechs Projekte konnten mit Mitteln aus dem Förderprogramm geplant und umgesetzt werden. Ein aktuelles Beispiel ist der Graffiti-Workshop des städtischen Quartiersmanagements in Eschweiler-Ost. An vier Tagen haben Kinder und Jugendliche unter professioneller Anleitung des Graffiti-Künstlers Marcel Prescha ausgewählte Flächen mit eigenen Motiven gestaltet. In der Maasstraße wurden vier Stromkästen und zwei Mülleimer verschönert und so das Wohn- und Lebensumfeld aufgewertet. 

Auch der an zwei Tagen von der Stadtbücherei angebotene Workshop in Cyanotypie hat in den Herbstferien stattgefunden. Er bot eine Einführung in das historische Fotoverfahren, mit dem die Teilnehmenden aus getrockneten Blüten, Blättern und ungiftigen Chemikalien blau-weiße Kunstwerke, Lesezeichen und Karten auf Aquarell- und Büttenpapier gestalteten.

Darüber hinaus gab es am Pfingstwochenende eine Graffiti-Aktion der Mobilen Jugendarbeit der Stadt Eschweiler sowie ein Kalligrafie-Kurs des Quartiersmanagements Eschweiler-West. Weitere vom „Kulturrucksack“ unterstützte Aktionen waren „Mach.Werk“ im Kinder- und Jugendzentrum St. Peter und Paul und „Comics zeichnen“ in der Stadtbücherei.

Die Erste Beigeordnete und Kulturdezernentin Dana Duikers dankt den Fördermittelgebern und den beteiligten Akteuren: „Die kulturelle Bildung ist ein wichtiger Nährboden für das Kulturleben der Stadt. Toll, dass sie aktuell so einen Boom erfährt! “

Und die städtische Kulturförderin Brigitte Bauer freut sich: „Es ist großartig zu sehen, wie viele unterschiedliche kreative Angebote dank der Förderung und des Engagements aller Beteiligten auf die Beine gestellt werden konnten.“

Grundsätzlich fördert das „Kulturrucksack“-Programm vielfältige außerschulische Kulturprojekte, die an unterschiedlichen Veranstaltungsorten stattfinden und verschiedene künstlerische Sparten und Kooperationen einbeziehen. Die Teilnehmenden werden dazu angeregt, eigene Ideen zu entwickeln und kreativ umzusetzen. Dank der partizipativen Ausrichtung werden Selbstvertrauen, Kreativität und gesellschaftliche Teilhabe gefördert. Die Angebote umfassen unter anderem Musik, Theater, Tanz, Kunst und Medien.

Was der „Kulturrucksack“ alles ermöglicht und welche kreativen Projekte dank der Unterstützung realisiert werden konnten, wird auf dem Kulturrucksack-Festival zu sehen sein, das die Städteregion Aachen erstmals veranstaltet. Es findet am Donnerstag, 12. November 2026, von 15.30 bis 20 Uhr im Gymnasium Herzogenrath statt.

Förderanträge im Rahmen des „Kulturrucksacks“ für das Jahr 2027 können noch bis 31. Dezember 2026 bei der Städteregion Aachen gestellt werden. Ansprechpartner ist Jan-Linus Kever. Er ist telefonisch erreichbar unter 0241/5198-2126 sowie per Mail an jan-linus.kever@staedteregion-aachen.de. Weitere Informationen zum „Kulturrucksack NRW“ gibt es auf der Homepage des Landes NRW: https://www.kulturrucksack.nrw.de/.

Foto: Stadt Eschweiler/Michael Grobusch