Zum bundesweiten „Tag des offenen Denkmals“ am kommenden Sonntag, 13. September 2026, öffnen auch in Eschweiler mehrere historische Gebäude und Anlagen ihre Türen. Sie laden dazu ein, Geschichte vor Ort zu entdecken, miteinander ins Gespräch zu kommen und Erinnerungen auszutauschen.
Der Tag des offenen Denkmals wurde 1993 von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz ins Leben gerufen. Seit 1999 steht Deutschlands größtes Kulturevent jährlich unter einem wechselnden Motto. 2026 lautet dieses „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“.
In Weisweiler können die evangelische Auferstehungskirche und die katholische Pfarrkirche St. Severin besichtigt werden. Die Auferstehungskirche wurde Anfang der 1950er Jahre innerhalb der historischen Mauern der Burg Weisweiler in einem ehemaligen Wirtschaftsgebäude eingerichtet. Die ursprünglich aus dem 12. Jahrhundert stammende Wasserburg ist heute nur noch in Teilen erhalten. Die sichtbaren Ruinen stammen überwiegend aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Zur Burganlage gehört außerdem eine Kriegsgräberstätte mit einem Mahnmal für die Gefallenen des Zweiten Weltkriegs.
Von 13 bis 17 Uhr sind am 13. September die Auferstehungskirche und die Burganlage geöffnet. Führungen und Informationen des Geschichtsvereins vermitteln Wissenswertes über die Historie des Geländes. Ein kleines Kinderprogramm sowie Kaffee und Kuchen runden das Angebot ab.
Nur wenige Schritte entfernt befindet sich die Pfarrkirche St. Severin. Das heutige Kirchengebäude wurde Mitte des 15. Jahrhunderts auf dem Platz einer bereits im 13. Jahrhundert erwähnten Kirche errichtet. Neben der gotischen Bausubstanz sind unter anderem historische Grabplatten sowie liturgische Geräte, Leuchter und Messgewänder erhalten. Nach einer neugotischen Erweiterung im 19. Jahrhundert wurde die im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigte Kirche zwischen 1945 und 1950 wiederaufgebaut.
St. Severin ist von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Neben einer Ausstellung sakraler Gegenstände stehen Gemeinde und Geschichtsverein für Informationen zur Verfügung. Ab 11.30 Uhr finden halbstündlich Führungen statt. Auch hier gibt es ein kleines Kinderprogramm sowie Getränke und einen Mittagssnack.
In der Eschweiler Innenstadt steht der Kirschenhof an der Dürener Straße 27 im Blickpunkt. Seit Mai 2024 ist das historische Gebäude das neue Zuhause des Eschweiler Geschichtsvereins sowie des von ihm initiierten und betriebenen „Museums zur Eschweiler Stadtgeschichte“. Außerdem wird der Kirschenhof als Veranstaltungsstätte genutzt. Von 11 bis 17 Uhr können Besucherinnen und Besucher die Vereinsräume und weitere Bereiche des Kirschenhofs besichtigen. Mitglieder verschiedener Arbeitskreise, unter anderem aus Familienforschung, Fotoarchiv und Archiv, geben Einblicke in ihre Arbeit und stehen für Fragen zur Verfügung.
Auch die Dreieinigkeitskirche an der Moltkestraße beteiligt sich am „Tag des offenen Denkmals“. Nach der 2020 begonnenen und in diesem Jahr erfolgreich abgeschlossenen Generalsanierung bietet sich jetzt die Gelegenheit, die Kirche neu zu entdecken und mehr über ihre Besonderheiten zu erfahren. Von 12.30 bis 16 Uhr stehen Mitglieder der Gemeinde für Gespräche und Informationen zur Verfügung. Sie erläutern die Geschichte und Architektur des von dem Kölner Architekten August Albes (1841–1905) geschaffenen Gotteshauses.
Foto: Stadt Eschweiler
