Was haben der Herbst und das Herbstprogramm der Stadtbücherei Eschweiler gemeinsam? Sie sind bunt! Und so zieren die Broschüre, die das Geschehen der kommenden Monate übersichtlich und informativ zusammenfasst, passenderweise viele farbige Blätter.
Dass Optik und Inhalt stimmig sind, zeigt ein Blick auf die vielen verschiedenen Angebote und Aktionen. Wie immer bietet die Stadtbücherei eine Mischung aus Bekanntem und Bewährtem sowie spannenden Neuerungen. Zur ersten Kategorie zählen zweifellos die beliebten Lesewürmchen, für die es – wegen der großen Nachfrage - jetzt erstmals zwei Zeitfenster pro Termin gibt. Neu ist dabei die Möglichkeit, die Anmeldung jetzt auch online regeln zu können.
Eigentlich schon recht alt, aber nach der Corona-Zeit vielerorts eingeschlafen, sind offene Literaturtreffs. Die Stadtbücherei möchte an diese Tradition wieder anknüpfen und Interessierten die Möglichkeit bieten, etwas über die Bücher zu erzählen, die sie gelesen haben. Das geht in lockerem Rahmen und ohne Anmeldung – am 24. September und 10. Dezember.
Die Reihe der Lesungen eröffnet Klaus Gertig, der mit seinem Krimi „Frauen sterben anders“ ganz viel Lokalkolorit verspricht. Schließlich spielt sich das Geschehen rund um den Golfplatz von Haus Kambach ab. Karten (inklusive Getränk) für die Veranstaltung am 25. September sind im Vorverkauf zum Preis von 8 Euro in der Bücherei erhältlich.
Lesung und Musik bringt Judith Jakob und Joachim Jezewski zusammen, die für den 9. Oktober zur „musikalisch gelesenen Hommage“ einladen und an diesem Abend „Die Nachtigall in meinem Garten schweigt“ von Mascha Kaléko in den Mittelpunkt stellen. Damit trägt die Stadtbücherei der gestiegenen Nachfrage nach Lyrik Rechnung.
Etwas ganz Besonderes wird Kindern zwischen zehn und zwölf Jahren mit dem „Programmieren mit Cubi“ geboten, das vom 27. bis 29. Oktober, jeweils von 10 bis 14 Uhr, in Kooperation mit der städteregionalen Bildungsinitiative „IT 4 Teens Aachen“ stattfindet. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, Kinder und Jugendliche spielerisch, aber dennoch praxisnah an Informatik, Programmieren und Zukunftstechnologien heranzuführen.
Der 20. November wird ganz im Zeichen des bundesweiten Vorlesetages stehen. Dann soll es in Eschweiler auch wieder eine Leserallye geben. Weitere Einzelheiten sollen später verraten werden. Kein Geheimnis ist hingegen, dass die Vorfreude bei vielen Kindern schon jetzt groß ist.
Das dürfte nicht nur für sie gelten. Wegen des breiten Spektrums, das das Herbstprogramm bietet, können auch Jugendliche und Erwachsene in den Genuss hochkarätiger Angebote kommen – kostenfrei oder mit eine geringen Kostenbeitrag. Dass dies auch weiterhin möglich ist, ist vor allem dem Förderverein zu verdanken, der zahlreiche Aktionen unterstützt und der Stadtbücherei darüber hinaus bei der Modernisierung und Erweiterung der Ausstattung zur Seite steht – unter anderem in der Bibliothek der Dinge, die ganz viele praktische Geräte und auch Spiele zur Ausleihe anbietet.
Eine Fortsetzung findet in diesem Herbst auch die Kooperation mit der Kulturtafel Aachen. Nach dem Motto „Kultur für alle!“ hat sie sich zur Aufgabe gemacht, kostenfreie Eintrittskarten für Kulturveranstaltungen an Menschen mit einem geringen Einkommen zu vermitteln und ihnen mit der Hilfe von Kooperationspartnern kulturelle und gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen.
Viel Lob für das neue Programm und die gesamte Arbeit der Bücherei gibt es von Bürgermeister Patrick Nowicki: „Die Kommunen stehen finanziell unter Druck. Deshalb ist es nicht selbstverständlich, dass unsere Stadtbücherei ein solches Programm aufstellen kann.“ Dafür gebühre dem gesamten Team ein großes Lob, so der Bürgermeister. „Auf dieses Programm kann man stolz sein. Es ist vielfältig und für alle Altersgruppen konzipiert. Damit dokumentiert es, dass die Stadtbücherei eine wichtige soziale Funktion hat.“
Das kann Dana Duikers nur unterstreichen. Und die Erste Beigeordnete betont: „Digitalisierung wird immer wichtiger. Dieser Entwicklung ist im Programm der Stadtbücherei entsprechend berücksichtigt.“ Und mit Blick auf die Zielgruppe stellt sie fest: „Die Stadtbücherei bietet einen niedrigschwelligen Zugang für alle Altersklassen.“
Der Herbst in der Stadtbücherei Eschweiler geht diesmal übrigens erst im tiefen Winter so richtig zu Ende: Den Abschluss bildet der literarische Nachmittag mit Josef Eins, der am 20. Januar 2027 (15.30 Uhr) „Eine rheinische Familiengeschichte“ erzählt.
Das Herbstprogramm 2026 der Stadtbücherei liegt an zahlreichen Stellen in Eschweiler aus und kann zudem im Internet auf www.eschweiler.de/stadtbuecherei abgerufen werden. Interessante Neuigkeiten sowie aktuelle Informationen zum Programm gibt es zudem auf den Instagram- und Facebook-Kanälen der Einrichtung.
Foto: Stadt Eschweiler/Michael Grobusch

