Haus Palant

Vermutlich ist Haus Palant, unmittelbar an der Autobahn Aachen-Köln am Ortsrand des Stadtteils Weisweiler gelegen, aus einem fränkischen Gutshof hervorgegangen. Seit dem 14. Jahrhundert war Haus Palant im Besitz der gleichnamigen adeligen Familie. 1323 und 1324 wird ein Reinhard von Palant als Lehnsmann derer von Cuyak urkundlich erwähnt.

 Die Anlage wurde um 1600 im Stil der niederländischen Renaissance als quadratische Anlage mit vier Ecktürmen und Brücken gegen Norden und Süden errichtet. 1682 wurde Haus Palant an die Familie von Hatzfeld verkauft, in deren Besitz sich auch die Burg Weisweiler, einen halben Kilometer westlich gelegen, befand. Nach starken Zerstörungen durch ein Erdbeben im Jahr 1755 stellte die Familie von Hatzfeld die Hauptburg wieder her und errichtete eine neue Vorburg.

1769 wurde Haus Palant zusammen mit der Burg Weisweiler an den Jülicher Herzog Karl Theodor verkauft. Die Erben wiederum verkauften die Burgen Palant und Weisweiler an die Familie Hompesch-Bolheim, die das baufällige alte Herrenhaus 1828 abreißen ließ. 1840 kaufte die Familie Cockerill beide Besitztümer, die 1948 schließlich in den Besitz der Familie Leyers gelangten. 1957 wurde mit der Beseitigung der Kriegsschäden der Erhalt der Anlage, die heute noch landwirtschaftlich genutzt wird, gesichert.

 

Die bis heute erhaltene dreiflügelige Vorburg aus dem 18. Jahrhundert ist ein zweigeschossiger Bruchsteinbau mit Walmdächern und einer Gliederung der Fassade aus Blaustein. In der Mitte der Nordfront liegt der große Torbau mit hohem Mansardendach.